Mestlin : Schüler schlüpfen in Reporterrolle

Die Arbeitsgemeinschaft der „Jungen Redakteure“ trifft sich einmal in der Woche in der Kneipp-Grundschule Mestlin. Die Berichte der Mädchen und Jungen hängen für alle sichtbar auf einer Wandtafel in der Schuleingangshalle.
Die Arbeitsgemeinschaft der „Jungen Redakteure“ trifft sich einmal in der Woche in der Kneipp-Grundschule Mestlin. Die Berichte der Mädchen und Jungen hängen für alle sichtbar auf einer Wandtafel in der Schuleingangshalle.

In der Arbeitsgemeinschaft „Junge Redakteure“ eignen sich Dritt- und Viertklässler aus Mestlin journalistisches Wissen an.

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27. Mai 2019, 15:45 Uhr

„Ich lese viel in meiner Freizeit und möchte später auch gerne eigene Bücher schreiben“, sagt Hannah. Die Zehnjährige geht in die vierte Klasse der Kneipp-Grundschule in Mestlin. Jeden Dienstag trifft sie sich im Computerraum mit sieben Mitschülern aus der dritten und vierten Klasse in der Arbeitsgemeinschaft „Junge Redakteure“.

Lese- und Schreibkompetenz soll gefördert werden

Eine Schulstunde lang rauchen dann die Köpfe der jungen Nachwuchsjournalisten. Passt das Bild zum Text? Wie formuliere ich die Information, damit sie der Leser versteht? Welche Überschrift wähle ich? Tipps bekommen sie von Michael-Günther Bölsche, freier Fotoreporter aus Mestlin. „Die Idee der Arbeitsgemeinschaft ist bei einem Gespräch über den Gartenzaun mit der Schulleiterin Gudrun Höfs entstanden“, erzählt er. So solle die Lese- und Schreibkompetenz gefördert werden.

Außerunterrichtliches Angebot

Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es diese Arbeitsgemeinschaft. Sie gehört neben der „Musikschule Fröhlich“ und den „Jungen Gärtnern“ zu den vielfältigen außerunterrichtlichen Angeboten der vollen Halbtagsschule im mecklenburgischen Storchendorf. Ob sie weiter bestehen bleibt, „hängt von dem Interesse der Schüler ab“, so Bölsche.

Schüler führen Interviews

Die Mädchen und Jungen lernen nicht nur die Theorie in Form von journalistischen Schreibregeln, sondern setzen diese dann auch praktisch um. Sie schreiben Texte über sich, über die Hobbys der Freunde und machen Fotos mit der Schulkamera. Dabei probieren sie sich an verschiedenen journalistischen Darstellungsformen wie das Interview und das Porträt.

Sind die Informationen im Block und das Bild im Kasten, geht es an den Computer. Dort gestalten sie ihre Berichte. Für alle sichtbar hängen diese auf einer Wandtafel in der Schuleingangshalle aus. Ausgewählte Texte finden zudem ihren Platz im Mestliner Amtsblatt „Heimatbote“.

Für die Schüler ist das eine Belohnung für ihre Arbeit Michael-Günther Bölsche, Betreuer und freier Fotoreporter
 

Dass mit Wibke Niemeyer nun eine Redakteurin der Schweriner Volkszeitung zu Besuch war, nutzten die Mädchen und Jungen aus und löcherten sie mit Fragen zum Beruf des Journalisten und zur Ausbildung. „Ich schreibe darüber einen Artikel“, kündigte Leah an.

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