Nachwuchsreporter : Meinung, Tipps und Unterhaltung

Jeden Donnerstag treffen sich Fabian, Alina, Sarah und Sophie (v.l.) zur Redaktionskonferenz.
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Jeden Donnerstag treffen sich Fabian, Alina, Sarah und Sophie (v.l.) zur Redaktionskonferenz.

So arbeitet eine Schülerzeitung wie die „Fritzi“ der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Parchim

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05. Dezember 2018, 12:30 Uhr

Welche Lehrer sind neu an der Schule? Wie gehen die Mitschüler mit den sozialen Netzwerke im Internet um? Wann findet die nächste Klassenfahrt statt? Diese und ähnliche Fragen werden in einer Schülerzeitung beantwortet. Zehn Schüler der Regionalen Schule „Fritz Reuter“ in Parchim treffen sich jeden Donnerstag um 14 Uhr zur Redaktionssitzung. „Die Schülerzeitung ist ein Ganztagsschulangebot und gibt es seit September 2004“, berichtet Deutschlehrerin Ulrike Bohnstedt, die die Mädchen und Jungen zusammen mit Schulsozialarbeiterin Ingrid Weiß bei der Produktion unterstützt. Die Schulreporter besuchen die fünfte, achte, neunte und zehnte Klasse.

Produktion und Druck in Eigenregie

In einem Raum im Neubau am Mönchhof haben sie ihre Redaktion eingerichtet. Ausgestattet sind sie mit zwei Computern und einem Drucker. „Wir drucken, kopieren und falten die Zeitung selbst. Lehrer und Schulleitung unterstützen uns mit Papier und Druckerpatronen“, erzählt Bohnstedt. Die Auflage beträgt 30 Stück. Ein Exemplar kostet 30 Cent. „Fritzi“ – der Zeitungstitel leitet sich vom Namen der Schule ab – bringt im Din A5- Format eine spannende Mischung mit Meinungen zu aktuellen Themen, Tipps und Unterhaltung. Zwischen den Texten taucht immer wieder das Maskottchen, eine Ente, auf. Die Illustration stammt aus der Feder einer ehemaligen Schülerin.

Witze und Rätsel dürfen nicht fehlen

Sophie berichtet in der nächsten Ausgabe über das Projekt „Babybedenkzeit“ des DRK-Kreisverbandes Parchim. „Witze, Rätsel und Höhepunkte im Schuljahr dürfen auch nicht fehlen“, erzählt Fabian. Der Neuntklässler ist seit der fünften Klasse dabei. Er bringe die technischen Voraussetzungen mit und habe schon so manche Überstunde gemacht, bis die Zeitung fertig war, lobt ihn Ulrike Bohnstedt.

Briefkasten für Leserbriefe

Bis zu sieben Ausgaben pro Jahr erscheinen, ergänzt von aktuellen Faltblättern. Dahinter steckt viel Arbeit. „Wir machen regelmäßig Blattkritik und schauen alte Ausgaben durch, haben die Schweriner Volkszeitung besucht oder nehmen an Workshops wie beim Schülerzeitungswettbewerb teil“, erklärt Bohnstedt. Zudem hänge ein Briefkasten für Leserbriefe und Themenvorschläge in der Schule. Alina ist das erste Jahr dabei. „Es macht mir Spaß und ich kann mir vorstellen, später Journalistin zu werden“, sagt die Fünftklässlerin. Doch die Schülerreporter arbeiten nicht nur an der Schülerzeitung, sondern sitzen zum Beispiel auch beim Vorlesewettbewerb in der Jury.

Schülerzeitungswettbewerb in MV

Wer bei einer Schülerzeitung mitmacht, kann sich beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder bewerben. Wer teilnimmt, erfahre unter anderem, wie er seine Zeitung noch besser gestalten könne, sagt Journalist Bendix Lippe von der Jugendpresse Deutschland. Aktuell läuft die Runde des Schülerzeitungswettbewerbs MV, ausgerichtet vom Jugendmedienverband MV. Schülerzeitungsredaktionen aller Schularten können sich bis 14. Dezember bewerben. Mehr Infos gibt es im Internet unter: http://jmmv.de/szwettbewerb
 

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