Zisch-Aktion : Ein Besuch im Klärwerk

Viel Spaß hatten die Viertklässler bei ihrem Ausflug
Viel Spaß hatten die Viertklässler bei ihrem Ausflug

Wie Abwasser gereinigt und aufbereitet wird, lernten die Schüler der Klasse 4a der Grundschule Lübz.

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25. Januar 2016, 15:38 Uhr

An einem eisigen Tag in der ersten Schulwoche nach den Weihnachtsferien haben wir das Klärwerk in Lübz besucht. Unser erster Eindruck: „Es hat gestunken“, erzählt Angelina. „Es war eiskalt“, wirft Laura ein. „Und müde waren wir auch“, sagt Lea.

Ein Mitarbeiter des Klärwerkes hat uns in Empfang genommen, begrüßt und eingeführt. Das Einzugsgebiet der Kläranlage ist Lübz, Gischow, Burow, Lutheran, Bobzin und Riederfelde. Nachdem wir unsere Rucksäcke abgegeben hatten, ging es wieder raus in die Eiseskälte. Dort schauten wir ein Becken gefüllt mit Schlamm und Wasser an. „Warmes Abwasser bekommt das Klärwerk von der Brauerei Lübz, damit die Becken nicht einfrieren“, erzählt Dominik.

Der Mitarbeiter zeigte den 14 Schülern und der Klassenlehrerin, Ivonne Koop, ein Vorklärbecken. Überall um das Becken herum lag Schnee. Doch Vorsicht: „Anfassen durften wir diesen nicht“, erinnert sich Leni. „Weil in dem Schnee noch sehr viele Bakterien drin sind“, weiß die Zehnjährige. Der Schlamm, der aus dem Wasser herausgefiltert wird, kommt anschließend als Dünger auf die Felder der Region.

Ein Container – „ein bisschen größer als eine Mülltonne“, sagt Dominik – stand ebenfalls draußen auf dem Klärwerksgelände. In dem Container kommt alles rein, was nicht in das klare Wasser gehört: Blätter, Schlamm, Eiszapfen, wissen Laura und Larissa. Danach sind wir gemeinsam mit dem Mitarbeiter weitergegangen. „Da war dann noch ein größeres, längeres Becken – mit ganz klarem Wasser“, sagt Larissa. Anschließend ging es wieder zurück in die Wärme. „Drinnen mussten wir uns die Hände desinfizieren“, erzählt Angelina. „Und dann gab’s warmen Tee“, sagt Larissa. Mit warmem Tee in den Händen ging es in einen anderen Raum.

Dort gab es eine Mosaik-Darstellung des gesamten Klärwerks. „Ich war die Einzige, die noch Stift und Zettel dabei hatte“, erzählt Leni. Bevor es ins Labor ging, musste der Tee ausgetrunken oder auf einem Tisch abgestellt werden. „Im Labor hat uns der Mitarbeiter gezeigt, wie sich der Schlamm im Wasser absetzt“, erinnert sich Dominik. Ähnlich einer Eistüte zeigte uns der Mitarbeiter zwei Glasbehälter. In dem einen Behälter war das Wasser noch ungereinigt, mit Schlamm. Das andere zeigte klares Wasser, das gereinigte, geklärte.

Besonders spannend an diesem Ausflug war der Besuch im Labor. Dort gab es Pantoffeltierchen und Wasserflöhe. Vergrößert – auf dem Bildschirm eines Computers.

Nach drei Schulstunden war der Ausflug beendet. Bevor wir aber die Rucksäcke wieder aufgesetzt hatten, gab es von Leas Vater Naschi: Schokolade, Minion-Kekse, Gummibärchen… und noch einmal warmen Tee von Leas Mama. Eine kleine Schrecksekunde gab es auf dem Rückweg zur Schule: „Einen plattgefahrenen Vogel haben wir gesehen“, erzählt Lea. Als wir wieder an der Schule waren, haben wir unsere Notizen abgegeben. Es war ein toller Ausflug, der Spaß gemacht hat.

Angelina, Lea, Laura, Larissa, Leni und Dominik, Klasse 4a der Grundschule Lübz

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