Statt Schulausfall lieber Stillarbeit

<strong>So sollte Schule</strong> aussehen: Ein Fachlehrer unterrichtet eine Klasse und hilft den Schülern bei ihren Aufgaben. In der Realität gibt es immer häufiger Ausfallstunden. <foto>dpa</foto>
So sollte Schule aussehen: Ein Fachlehrer unterrichtet eine Klasse und hilft den Schülern bei ihren Aufgaben. In der Realität gibt es immer häufiger Ausfallstunden. dpa

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24. Januar 2013, 10:19 Uhr

STralendorf | In den letzten zwei Jahren sind die Ausfallstunden an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in die Höhe gestiegen. Aus diesem Grund fordert Ministerpräsident Erwin Sellering laut einem Artikel aus der Schweriner Volkszeitung, dass der Ausfall auf ein Minimum begrenzt werden müssen.

Als Schüler hat man natürlich gleich negative Gedanken, wenn man diesen Satz hört oder liest. Man könnte sich schließlich in dieser Zeit um seine Hausaufgaben kümmern, sportlichen Aktivitäten nachgehen oder einfach nur seine Freizeit genießen.

Dabei gibt es an diesem Thema auch gute Seiten, denn es wird einem ja in der Schule Lernstoff vermittelt. Indem der Schüler mehr Unterricht hat, kann der Stoff besser und schneller verarbeitet werden. Bisher war es ja eher so: Hat ein Lehrer gefehlt, dann gab es Vertretungsuntericht. Aber wenn kein Lehrer in dieser Zeit zur Verfügung stand, fiel der Unterricht aus. Somit ging Bildung verloren. Also was tun?

Hausaufgaben schon in der Schule erledigen

Ein guter Vorschlag in so einer Situation wäre Stillarbeit in der Schule, denn dann können die Schüler dort ihre Hausaufgaben machen oder bekommen von dem Lehrer schon vorher Aufgaben, die sie erledigen müssen. Weiterhin könnte einem in Physik oder Chemie durch Versuche oder Tests mehr Praxis vermittelt werden.

Anders sehe ich es, wenn in der 7. und 8. Stunde Stillarbeit erledigt werden soll. Denn die Schüler sind nach sechs Stunden Unterricht schon zu kaputt. Lieber sollen sie die Aufgaben zu Hause erledigen, nach einer Pause. Das Thema mit der Stillarbeit sollte sich Sellering einmal durch den Kopf gehen lassen - ich finde es eine gute Idee.

Außerdem: Ausfallstunden entstehen schlicht und einfach auch durch Lehrermangel, also müssen die Schulen mehr Personal einstellen. Mehr Bildung tut allen Schülern gut und hat noch niemandem geschadet.

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