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Goethes Drama in moderner Fassung

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erstellt am 26.Dez.2012 | 06:14 Uhr

Schwerin | ,,Faust -Musik-Projekt, so heißt ein im Staatstheater Schwerin aufgeführtes Stück. Das im 18. Jahrhundert geschriebene Drama von Johann Wolfgang von Goethe wurde in einer etwas moderneren Fassung dargestellt. Dadurch war es auch besser für die jüngere Generation zu verstehen. Und: Das Preis-Leistungsverhältnis war vollkommen zufrieden stellend.

Der nach Wissen strebende Faust sowie auch sein Gegenspieler Mephisto sind stets in der Aufführung doppelt vertreten. Der Charakter von Faust wird in den alten, allwissenden und in den jungen, noch unerfahrenen Mann aufgeteilt. Mephisto wird einmal wie der mythische Teufel, und dann aber auch wie ein Geschäftsmann dargestellt. Gretchen, Fausts Geliebte, wird wie ein ganz normales Mädchen dargestellt. Die Kostüme der Schauspieler waren alle sehr bescheiden, nur der Teufel stach besonders heraus durch seine rote Farbe und sein tierisches Aussehen.

Das Schauspiel wird mit einer Wette zwischen Gott und Mephisto eingeleitet, woraufhin der Teufel dem alten Faust einen Besuch abstattet und ihm einen Deal vorschlägt. Mephisto bietet ihm seine Dienste an, doch wenn Faust in einem Moment auch nur vollständig glücklich ist, wendet sich das Blatt und Faust dient ihm in der Hölle. Faust unterschreibt den Vertrag mit seinem Blut. Der erste Halt, den die beiden auf ihrer Reise machen, ist in der Hexenküche. Dort tritt das erste Mal der junge Faust auf, denn die Hexe verjüngt den alten. In der nächsten Szene trifft Faust auf das 14-jährige Gretchen, in die er sich gleich darauf verliebt. Nachdem Gretchen sich auch in Faust verliebt, treten die ersten dramatischen Probleme auf: Nachdem der Bruder des Mädchens erfährt, dass die beiden eine Nacht miteinander verbracht haben, will er sich mit Faust duellieren. Diesen Kampf verliert er aber, da Mephisto anstatt Faust kämpft und der Bruder stirbt. Gretchen ist mit ihren Nerven völlig am Ende, da sie erst ihre Mutter und dann noch ihren Bruder verloren hat. Am Ende des Stücks erkennt sie zu allem Überfluss, dass Faust mit dem Teufel in Verbindung steht, was völlig gegen ihre Religion ist.

Das Stück gefiel mir sehr, da es einen fesselte und man gespannt ist, wie es weiter geht. Leider wurde nur der erste Teil aufgeführt. Das heißt, wenn man die Geschichte verfolgen will, sollte man sich das Buch kaufen. Ich kann das Stück sehr empfehlen, da es gut zu verstehen ist und sehr spannend. Durch die moderne Fassung kann man es besser in die heutige Zeit einordnen. Es ist sehr empfehlenswert.

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