Unterricht in Lalendorf : Eine Stunde ist eine Stunde

Die Klasse 6a lernt hier Geografie bei Lehrer Andreas Knauer.
Die Klasse 6a lernt hier Geografie bei Lehrer Andreas Knauer.

Schule führt 60-Minuten-Unterricht ein

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01. Dezember 2014, 11:23 Uhr

Selbstständigeres Lernen, mehr außerschulische Aktivitäten, Kontakte fördern, längere Pausen ermöglichen – und intensiverer Unterricht obendrauf? Wie das geht, zeigt die Regionale Johann-Pogge-Schule in Lalendorf. Ihr Geheimnis: Die Schule hat ihre Unterrichtsstunden um jeweils 15 Minuten verlängert. Von 45 Minuten auf 60. Das Prinzip: Eine Stunde ist eine Stunde. Und wie es aussieht, funktioniert es.

Schulleiter Ortwin Ackermann erklärt, wie es dazu kam: „Ausgangspunkt war die Einsicht, dass bei 45 Minuten vieles an notwendiger Intensität der Unterrichtsstunde verloren geht – bevor es richtig los geht, vergehen einige Minuten, und zum Ende hin lässt die Konzentration nach, weil es ja gleich zu Ende ist.“ Fazit: 45 Minuten sind für bestimmte Unterrichtsinhalte zu kurz. Doch auch die Doppelstunden hätten sich nicht als geeignet erwiesen, da 90 Minuten wiederum für viele Schüler zu lang sind. Eine Lösung musste her: Die Schule berechnete die Stundenpläne neu und verteilte den Unterrichtsstoff auf die 60 Minuten. Inzwischen, nach mehr als einem Schuljahr, habe sich alles gut eingespielt. Um 7.30 Uhr beginnt die erste Stunde. Es folgen, nach 15-, 25- und 10-minütiger Pause, weitere drei Stunden. Ein so genanntes Mittagsband schließt sich an.

In dieser Stunde wird Mittag gegessen, und es gibt – als Ganztagsschule – außerschulische Angebote: Spiele, Computer, Handarbeit, Förderunterricht, Hausaufgaben… Die Angebote sind vielfältig. Ein Mindestmaß muss von den Schülern als Pflicht wahrgenommen werden, das fördere die Kontakte der Schüler – untereinander und mit der Schule, betont Heinrich Beudt, stellvertretender Schulleiter. Nach dieser Erholungsstunde schließt sich um 13.20 Uhr für die höheren Klassenstufen die 5. und letzte Stunde des Tages an, wiederum genau 60 Minuten lang. Die Lalendorfer könnten die Ersten in MV sein, bei denen eine Schulstunde 60 Minuten hat, vermutet Ortwin Ackermann. Inzwischen hat eine Schule in Teterow das nachgemacht. Andere Schulen wollen folgen, weiß der Schulleiter. „Ich kann sagen: Es funktioniert hervorragend. Wir sind sehr zufrieden.“
 

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