Natur entdecken : Von der Raupe zum Schmetterling

Die Krakower Schüler der 2. Klassen entlassen die selbst gezogenen Schmetterlinge in die Freiheit.
Die Krakower Schüler der 2. Klassen entlassen die selbst gezogenen Schmetterlinge in die Freiheit.

Gemeinsames Sachkundeprojekt der Klassen 2a und 2b in Krakow am See. Schüler erleben Wachsen der Falter live mit

svz.de von
27. Juni 2016, 05:00 Uhr

In den vergangenen Wochen beschäftigten die 2. Klassen der Krakower Schule im Sachunterricht mit Schmetterlingen. Natürlich hatten wir zu Beginn viele Fragen, z.B.: Wie groß können Raupen werden? Wie groß sind die größten Schmetterlinge? Wie lange leben sie? Wie weit können Schmetterlinge fliegen? Können sie hören? Haben sie einen Mund?

Um auf all diese Fragen eine Antwort zu finden, lasen wir in Nachschlagewerken, sahen uns einen Film über die Entwicklung von der Eiablage bis zum fertigen Schmetterling an und lernten den größten Schmetterling der Welt, den Atlasspinner, kennen, dessen Raupen schon zwölf Zentimeter groß werden und dessen Flügel dann eine Spannweite von 30 Zentimeter haben! Der absolute Knüller dieses Projektes war, dass wir nicht nur in der Theorie von der Entwicklung der Schmetterlinge erfuhren, sondern es live erleben durften. Von der Schule wurde im Vorfeld ein „Schmetterlingsgarten“ gekauft. Beide Klassen bekamen jeweils einen „Raupenbecher“ mit fünf Raupen des Distelfalters. In diesen Bechern war auch eine spezielle Nahrung für die Raupen. Anfangs waren sie erst einen Zentimeter groß. Täglich konnten wir beobachten, wie sie dicker und länger wurden. Nach fünf Tagen waren sie schon satte vier Zentimeter groß.

Als wir nach dem Wochenende wieder in die Schule kamen, hatten sich die Raupen schon verpuppt und hingen im Becher regungslos vom Deckel herunter. Nun warteten wir noch zwei Tage ab, bis die Puppenhüllen trocken und etwas fester waren. Wir öffneten erstmals vorsichtig den Deckel und hängten ihn mitsamt den Puppen in den „Schmetterlingsgarten“, eine große runde Beobachtungsstation, ein selbstgebautes Schmetterlingshaus mit großen Netzfenstern. Jeden Tag wurden die Puppen beäugt, aber es passierte nichts. Plötzlich nach weiteren fünf Tagen schlüpften vor unseren Augen die ersten Schmetterlinge. Alle erlebten mit großem Staunen, wie die Puppenhüllen aufbrachen und die Schmetterlinge herauskamen, ihre Flügel entfalteten, sie trockneten und ihre ersten Flugversuche starteten. Diese Verwandlung live mitzuerleben, war schon großartig.

Kurze Zeit später schlüpften auch die beiden letzten Schmetterlinge. Montagfrüh freuten sich alle, wie schön die Falter in ihrem Häuschen umher flatterten. In der dritten Stunde war dann wieder ein bewegender Moment für die Schüler, als beide Klassen gemeinsam auf die Wiese vor der Schule gingen und alle ihre Schmetterlinge in die Freiheit entließen.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen