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Grundschule am Schlossplatz : Vom Zieperließchen und dem Molterplatsch

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Güstrower Lyriker Ulf Borgmann liest und rätselt zusammen mit den Hortkindern der Bützower Grundschule am Schlossplatz

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erstellt am 12.Dez.2015 | 13:44 Uhr

Kinder, die Fragen beantworten, und ein Erwachsener, der sie stellt. Das ist in einer Schule keine ungewöhnliche Situation. Doch wenn der Erwachsene kein Lehrer ist, wird die Sache schon spannender. Vor kurzem nahm der Güstrower Lyriker Ulf Borgmann die Rolle des Lehrers ein. Mit seinen Geschichten, Sprichwörtern und Rätseln nahm er die Hortkinder der Bützower Grundschule am Schlossplatz mit in die Welt der Fantasie und trainierte mit ihnen nebenbei das Gedächtnis.

„Kennt von euch jemand Zungenbrecher“, fragte Ulf Borgmann die Hortkinder. So recht wollte sich erst keiner melden. Doch die anfängliche Scheu der Jungen und Mädchen war schnell verflogen. Ulf Borgmann fing an, seine Fragen zu stellen. „Wer kriegt sich manchmal in die Haare? Friseure oder Liebespaare?“ Die Rätselaufgaben als Reime zu verpacken, kam bei den Kindern gut an. Zahlreich meldeten sich die Jungen und Mädchen.

Nun hatte Ulf Borgmann die volle Aufmerksamkeit der Kinder. In seinen Geschichten und Liedern versuchte Ulf Borgmann die Kinder nicht nur für die sprachliche Vielfalt zu sensibilisieren, sondern vermittelte ihnen auch Kenntnisse aus verschiedenen Wissensbereichen. Angelehnt an die Melodie des Kinderliedes „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ sang er mit den Kindern seine selbst erdachten Strophen. Meist waren die Texte witzig und fantasiereich wie etwa „In Ochsenfurth der Ochse knurrt, weil auf dem Dach die Katze murrt. Fiderallala...“. Doch brachte er die Kinder auch mit der Bundespolitik in Berührung, wenn er sang: „Im Parlament die Merkel rennt, weil neben ihr ’ne Spinne pennt. Fiderallala...“

Wie gut ihr Gedächtnis funktioniert, konnten die Kinder beweisen, als der Güstrower Lyriker die Jungen und Mädchen sich Namen merken ließ. Doch nicht Peter und Paul mussten sie sich einprägen, sondern Namen wie „das schneeweiße Zieperließchen“ oder „der rabenschwarze Molterplatsch“.

Ulf Borgmann spielt mit der Sprache. Im Krummen Haus in Bützow können Interessierte einen Teil seiner Arbeiten sehen. In Zusammenarbeit mit diversen Illustratoren stellt er dem Publikum seine Versionen bekannter Sprichwörter vor. Zu jedem seiner textlichen Kreationen gibt es ein passendes Bild. Die Ausstellung „Neues von Fischers Fritze“ kann noch bis zum 29. Januar 2016 besichtigt werden.

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