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Tolle Tage und ein Besuch bei Udo

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erstellt am 28.Mär.2012 | 08:18 Uhr

Die Geschichte seines Landes sollte man kennen, das ist die Auffassung unserer Geschichtslehrerin Gabriele Strübing. Dieses Schuljahr stand die deutsch-deutsche Geschichte nach 1945 im Mittelpunkt. Unsere Lehrerin machte den Vorschlag, das Thema auch anhand des Musicals „Hinterm Horizont“ von Udo Lindenberg zu betrachten. Die Idee fanden wir super. Wir wollten das Musical mit einer Tagesfahrt nach Berlin verbinden und uns dort auch die Gedenkstätte „Berliner Mauer“ ansehen. Aus der Tagesfahrt wurde schließlich dank des Wolhynischen Heimatvereins Linstow eine zweitägige Exkursion nach Berlin.

Empfang im Bundeskanzleramt

Im Wahlpflichtunterricht befassten wir uns vorher mit der Geschichte der DDR. Wir befragten Zeitzeugen, hielten Vorträge und gestalteten Wandzeitungen zu verschiedenen Themen. Bis zum Musical wollten wir die DDR von allen Seiten beleuchtet haben und veranstalteten auch einen Projekttag zum Thema DDR-Geschichte. Dann ging es los nach Berlin. Zuerst besichtigten wir das Regierungsviertel. Im Bundeskanzleramt trafen wir, nach einem strengen Sicherheitscheck, den persönlichen Referenten des Staatsministers für Kultur und Medien, Jasko von Samson, zu einem persönlichen Gespräch. Weiter ging es zum Potsdamer Platz, wo wir originale Mauerteile betrachten konnten. Wir hatten aber auch ein wenig Zeit, um durch die Geschäfte zu schlendern.

Pünktlich um halb sieben trafen wir uns vor dem Theater am Potsdamer Platz. Wir waren alle sehr gespannt und freuten uns schon auf das Musical. Schnell wurden wir von der Musik und auch von der Handlung mitgerissen. Das Musical ist wahnsinnig schön, die DDR wurde sehr anschaulich dargestellt, die Songs wurden super in die Show eingebunden und die Liebesgeschichte von Udo und seiner Jessi zeigte uns, wie schwierig es damals für junge Menschen war, die die Mauer trennte. Die Songs haben durch das Musical einen richtigen Sinn bekommen und man bekam gleich Lust auf mehr.

Natürlich erwartete uns auch am Freitag noch einiges. Nach dem Frühstück ging es gleich noch mal ins Regierungsviertel. Im Paul-Löbe-Haus trafen wir uns mit dem Abgeordneten Eckhardt Rehberg (CDU) zu einer Gesprächsrunde. Danach machten wir auf der Treppe ein Erinnerungsfoto und sangen als kleines Dankeschön für die Einladung unser Mecklenburglied. Wir erfuhren, dass das noch keine Besuchergruppe fertig gebracht hat. Im Reichstagsgebäude konnten wir leider nur einen kurzen Blick in den Plenarsaal werfen, da dieser für die Bundespräsidentenwahlen umgebaut wurde. Alle großen deutschen Fernsehsender waren schon da. Aber das hinderte uns nicht daran, die Kuppel zu erklimmen und Berlin aus der Höhe zu betrachten. Der Ausblick über Berlin ist wirklich der Wahnsinn.

Bei der anschließenden Stadtrundfahrt hat uns der Stadtführer viele politisch und geschichtlich bedeutsame Gebäude in Berlin gezeigt, vom Bundestag über Schloss Bellevue bis hin zum Check-Point Charly und den letzten 100 Meter Mauer. Wir merkten, dass zwei Tage nicht ausreichen, um diese tolle Stadt kennen zu lernen. Unser letzter Programmpunkt war der „Tränenpalast“. Das war der Grenzübergang am Bahnhof Friedrichstraße. Hier fanden täglich Abschiedsszenen statt: Da war vor allem der Abschiedsschmerz nach der Begegnung mit Angehörigen und Freunden aus dem anderen Teil Deutschlands, der dem Ort im Volksmund den Namen „Tränenpalast“ gab. Für uns war es unvorstellbar, welchen Schikanen die Menschen an diesem Grenzübergang ausgesetzt waren.

Spannende Infos und jede Menge Spaß

Voller Eindrücke traten wir die Heimreise an. Zwei erlebnisreiche Tage mit vielen Eindrücken, spannenden Infos und jeder Menge Spaß gingen zu Ende. Wir Schüler möchten dem Heimatverein Linstow ein ganz großes Dankeschön sagen, wir haben uns sehr gefreut, dass wir dabei sein durften. Wir hoffen, dass die Vereinsmitglieder mit uns genauso viel Spaß hatten, wie wir mit ihnen und dass wir uns alle zum 20. Museumsfest am 1. September in Linstow wieder treffen.

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