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Schüler tauchen in Welt von Ernst Barlach ein

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

7. Klassen des Landesförderzentrums für den Förderschwerpunkt „Hören“ in Güstrow zu Besuch am Inselsee

Auf erlebnisreiche und interessante Stunden können die Mädchen und Jungen der Klassen 7a und 7b des Landesförderzentrums für den Förderschwerpunkt „Hören“ in Güstrow zurückblicken. Mit ihrer Kunstlehrerin Silke Hameister und der Klassenleiterin der 7b, Jutta Schwarz, unternahmen sie jeweils eine Exkursion zum Atelierhaus Ernst Barlachs am Inselsee. Dort wurde ihnen unter Leitung von Ingrid Kiehl und Peter Opfer ein Zugang zu den Werken des bekannten Bildhauers, Schriftstellers und Zeichners geboten.

Die Schüler versuchten, sich sowohl in die Situation der Zeit, als auch durch genaue Beobachtung von Mimik und Gestik der Plastiken und Skulpturen in die Lage der dargestellten Personen mit verschiedenen spielerischen Methoden hineinzufühlen, ihr Empfinden oder ihre Eigentümlichkeit zu erahnen. So stellten sie unter anderem Plastiken mit einfacher Kostümierung nach und erspürten die Unterschiede von verschiedenen Hand- und Kopfhaltungen in einer meditativen Übung. Mit großem Interesse wurden die Figuren Barlachs untersucht. Eigene künstlerisch-kreative Werkszugänge erarbeiteten sich die Mädchen und Jungen durch Zeichnungen und plastisches Gestalten von Figuren mit Modelliermasse. Die Zeichnung von Mandy Schnee hielt das Gesicht des „Geisteskämpfers“ in hell-dunkel Kontrasten mit traurigem Ausdruck fest. Erstaunen und Mitgefühl löste bei den Kindern die Vorstellung aus, dass zahlreiche Werke Barlachs als „entartete Kunst“ von den Nazis konfisziert worden sind.

Für die Schüler erweiterte sich das Verständnis für die Bedeutung und das vielfältige Schaffen Barlachs durch das direkte Erleben in seiner ehemaligen Wirkungsstätte. Herzlich möchten sich die Schüler der Klassen 7a und 7b bedanken.

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