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Zisch : Schüler blühen bei der Arbeit auf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

14 Schüler der Schule am Wasserturm Bützow testeten ihre Fähigkeiten in der freien Wirtschaft

19 Schüler der Bützower Schule am Wasserturm, eine pädagogische Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, belegen derzeit die Abschlussstufe und werden nach und nach auf das Berufsleben vorbereitet. Mittwochs sind 14 Schüler immer in der freien Wirtschaft tätig, was heutzutage nicht selbstverständlich ist. „Die Vorurteile sind das große Problem. Deshalb empfinde ich eine große Anerkennung für die Betriebe, die die Schüler aufnehmen“, sagt Lehrerin Britta Sommerfeld. Zu den Arbeitsgebern gehören beispielsweise die Tierhilfe Norddeutschland in Klein Sien, die Gärtnerei Zube in Steinhagen, die Warnow-Klinik in Bützow oder der Landwirtsschaftsbetrieb Griepentrog.


Nette Kollegen im Kaufhaus getroffen


Der 18-jährige Matti Bahls absolvierte im Kaufhaus Stolz ein Praktikum. „Dort habe ich T-Shirts zusammengelegt und ausgepreist. Ich habe Sicherungen an den Hosen befestigt und sortiert. Dann habe ich Jacken und Pullover eingeordnet. Die verschiedenen Kleiderständer, Regale, Aufsteller und Tische habe ich geputzt und poliert. Manchmal habe ich Müll weg gebracht und Kartons entsorgt. Ich habe nette Kollegen getroffen“, sagt der Schüler der Abschlussklasse 3A aus Bützow.

Juliane Radvan wiederum war in der Kita der Lebenshilfe tätig. „Ich war in der Gruppe ,Bärenkinder’. Dort sind die Kinder zwei und drei Jahre alt. Ich habe bei der Zubereitung der Mahlzeiten geholfen, die Kinder an- und ausgezogen und ihnen im Bad geholfen. Der Abschied fiel mir und den Kindern sehr schwer“, erzählt sie.

Vanessa Klötzer dagegen blühte im Einzelhandel auf. Sie war bei einem Markendiscounter in Schwaan beschäftigt. „Ich habe Regale befüllt und die Gefriertruhe eingeräumt. Zu meinen Aufgaben gehörten auch verschiedene Reinigungsarbeiten“, sagt Vanessa Klötzer.

Fünf ihrer Mitschüler der Abschlussstufe kamen nicht in den Genuss zu arbeiten. „Sie benötigen eine große Zuwendung, so dass sie nicht arbeiten können“, sagt Britta Sommerfeld. Wer aber arbeiten kann und will, bekomme auch die Möglichkeit, in einem Betrieb anzufangen.

Insgesamt sind die Schüler an drei Wochentagen arbeiten. Montags teilen sich fünf Arbeitsgruppen für den Gartenbau und die Wäschepflege auf. Dienstags geht es für sie in die Werkstätten nach Bützow und Güstrow. Donnerstags ist ganz normaler Unterricht mit Deutsch- und Mathekursen angesagt, ehe freitags Sport auf dem Programm steht.


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