zur Navigation springen

Ohne Bedenken auch mal abschalten

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2013 | 11:29 Uhr

Rostock | Heutzutage ist es sehr wichtig andere zu erreichen und auch selbst erreichbar zu sein. "Schaffe ich es auch nur einen Tag, ohne mein Telefon auszukommen?" Um dieser Frage einmal genau auf den Grund zu gehen, habe ich einen Selbstversuch gestartet.

Kleinigkeiten wie der Handywecker am frühen Morgen ließen sich überbrücken. Die kleineren Pausenspiele waren auch nicht wirklich nötig, da ich genügend andere Interessen habe. Als ich mich aber spontan mit einem Freund verabreden wollte, fiel die Notwendigkeit eines Anrufes das erste Mal richtig auf. Trotzdem dachte ich mir, ich fahre einfach mit der Bahn zu ihm rüber. Also machte ich mich auf den Weg. Nach einer halben Stunde stand ich bei ihm vor verschlossener Tür. Die Fahrt war also umsonst. Ich hinterließ eine schriftliche Nachricht und fuhr wieder nach Hause.

Doppelte Arbeit wegen fehlender Absprache

Wie ich am nächsten Tag, dann allerdings wieder telefonisch, feststellen musste, hat auch er versucht mich zu erreichen, um nach den Hausaufgaben und einem gemeinsamen Projekt zu fragen. Da wir uns nicht erreichen und absprechen konnten, haben wir die Projektarbeit schließlich jeder allein in Angriff genommen. Leider passten beide Arbeiten am Ende nicht so richtig zueinander und wir mussten später alles noch einmal überarbeiten. Ich stellte somit fest, dass es zeitlich und organisatorisch einen großen Unterschied macht, ob man schnell mal anrufen kann, oder jedes mal eine halbe Stadtrundfahrt auf blauen Dunst machen muss. Natürlich sind das alles nur Kleinigkeiten. Was aber ist, wenn es mal einen Notfall gibt, wenn jemand einen Unfall hat und es um Leben und Tod geht? Da zählt dann jede Sekunde und die Notwendigkeit eines Telefons wird deutlich. Mein Fazit ist, dass man ohne Bedenken auch mal das Handy ausschalten kann, es aber in Notfällen und spontanen Situationen unerlässlich geworden ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen