Mit Russisch das Rennen gemacht

<strong>In die Wiege gelegt:</strong> Diana Lange (13, links) und Christina Gerhart (14) haben russische Vorfahren. <foto>Jenny Pfeifer</foto>
In die Wiege gelegt: Diana Lange (13, links) und Christina Gerhart (14) haben russische Vorfahren. Jenny Pfeifer

svz.de von
21. März 2013, 10:12 Uhr

Schmarl | Diana Lange (13) und Christina Gerhart (14) haben das Rennen gemacht - die beiden Schülerinnen der Krustenstern-Gesamtschule belegten beim gestrigen Sprachenfest in Schmarl den ersten und zweiten Platz in Russisch. Die Kooperative Gesamtschule in der Südstadt siegte in Französisch, während eine Stralsunder Schule in Englisch gewann.

Rund 100 Schüler der sechsten, achten und neunten Klassen nahmen an dem Wettbewerb in der gastgebenden Krusensternschule teil. "Neben Rostocker Schulen sind auch welche aus Stavenhagen, Stralsund und Schwerin dabei", sagt Schulleiterin Cornelia Bernhardt. Getestet wurden Hör- und Leseverstehen und Landeskunde. "Auch die Sprachmittlung ist ein Teilbereich. Dabei geht es darum, wie die Mädchen und Jungen beispielsweise jemandem helfen", sagt Lehrerin Hannelore Kuhlee. Sie leitet das jährliche Sprachfest seit 15 Jahren. Im Prüfungsteil Landeskunde wurde hauptsächlich geografisches und kulturelles Wissen abgefragt, das hauptsächlich in den jeweiligen Klassenstufen auf dem Stundenplan steht.

Die russische Sprache ist den beiden Schülerinnen Diana und Christina praktisch in die Wiege gelegt worden. "Mein Vater stammt aus Weißrussland und meine Mutter kommt aus Kasachstan", sagt die in Deutschland geborene Diana. Zu Hause unterhält sich die 13-Jährige mit ihren Eltern fast ausschließlich auf Russisch. "Daher waren die Aufgaben für mich überhaupt nicht schwer", sagt sie.

Obwohl ihre Freundin Christina einen Vater mit russischen Wurzeln hat, spricht sie die Sprache nicht fließend. "Aber ich verstehe fast alles", so die 14-Jährige. Mit dem Sprachenfest möchte die Krusensternschule die leistungsstarken Schüler fördern. "Sie sollen die Wettbewerbsbedingungen kennenlernen und sich aneinander messen", so Kuhlee.

Da die Krusensternschule in nächster Zeit in eine Regionale Schule umgewandelt wird, kann sie an dem für Gesamtschulen angelegten Sprachenfest nicht weiter teilnehmen. "Wir würden uns wünschen, dass die Borwinschule unsere 20-jährige Tradition in Zukunft weiterführt", so die Lehrerin und Organisatorin. Sie hofft, in den kommenden Jahren ein vergleichbares Sprachprojekt für ihre Schüler auf die Beine zu stellen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen