Freie Schule Güstrow : Glückskissen für Patienten

Jede Menge Glückskissen für die Universitätsklinik: Schwester Conny Klüver, Maja Schuldt, Gerda Pergande, Emma Merboth, Linnea Bothe, Johanna Larisch und Lehrerin Peggy Tetzlaff (v.l.)
Jede Menge Glückskissen für die Universitätsklinik: Schwester Conny Klüver, Maja Schuldt, Gerda Pergande, Emma Merboth, Linnea Bothe, Johanna Larisch und Lehrerin Peggy Tetzlaff (v.l.)

Schüler der Freien Schule Güstrow haben kräftig genäht, um Kranken eine Freude zu machen

von
09. Januar 2016, 13:42 Uhr

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Genau ein Jahr ist es her, dass wir, die Nähgruppe der Freien Schule Güstrow, zum ersten Mal auf der Hämatologie/Onkologie der Universitätsklinik Rostock waren, um unsere ersten selbst genähten Glückskissen zu übergeben. Vergangenen Donnerstag waren wir zum zweiten Mal da und konnten den nächsten Schwung von 61 Kissen vorbeibringen, damit die Schwestern und Ärzte diese den Patienten überreichen können, denen es aufgrund ihrer Krebserkrankung nicht so gut geht.

Wir wissen, dass wir das körperliche Leiden der Patienten nicht heilen können, hoffen aber sehr, dass wir mit unseren Kissen vielleicht ein bisschen Mut machen, ein wenig Farbe in den Klinikalltag bringen oder sie einfach nur daran erinnern können, dass sie mit ihrem Schicksal nicht allein sind.

Aus den Erzählungen von Schwester Conny wissen wir, dass die Kissen für die Patienten und auch für ihre Angehörigen einiges bedeuten und bei der Übergabe auch schon ein paar Tränen geflossen sind. Nach der Übergabe der Kissen durften wir uns ein Isolierzimmer auf der Station anschauen, was zufällig gerade nicht belegt war und konnten der Ärztin Frau Brückner Fragen stellen.

Genäht haben wir die Kissen an einem Projekttag kurz vor den Weihnachtsferien. Wir haben den ganzen Vormittag gemessen, zugeschnitten, genäht, leider auch wieder aufgetrennt und Anhänger beschrieben. Dabei teilten wir uns die Arbeiten untereinander auf und wechselten regelmäßig die Positionen, so dass auch jeder mal nähen konnte.

Die Stoffe und Materialien für die Kissen kamen zum Teil aus unserem kleinen Fundus, aber auch aus Spenden von Stoffläden o.ä. zusammen. Gern möchten wir das Projekt weiterführen und weitere Kissenbezüge nähen, denn diese Kissen werden leider bald alle vergeben sein, weil es viele Menschen gibt, die an Krebs erkranken.

Ach ja und was hat es mit dem Zitat vom Anfang auf sich? Diesen Spruch haben wir auf die Anhänger geschrieben, die wir an die Kissen gehängt haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen