zur Navigation springen

Güstrow : Drückjagd: großes Treiben in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Drückjagden sind wirklich spannend. Die Wälder werden am Tage von Treibern durchkämmt und das aufgeschreckte Wild wird in die Richtung der Jäger getrieben. So wird einmal jährlich der Wildbestand gezielt reduziert. Dabei gibt es natürlich Vorschriften, die zu Beginn durch den Jagdleiter bekannt gegeben werden. Es wird bestimmt, was geschossen werden darf und auch die Einteilung der Jäger und Treiber wird bekannt gegeben. So führte auch die Stadt Güstrow vor kurzem ihre alljährliche Ansitzdrückjagd durch. Wie in jedem Jahr durfte ich auch dieses Mal wieder meinen Opa dabei begleiten.

Früh morgens versammelten sich alle Jäger, Treiber und Hundeführer, unter ihnen auch 19 schwedische Gäste, am Hotel „Zur Grenzburg“. Nach der Begrüßung und anschließender Belehrung durch den Förster und Jagdleiter Holger Michel durfte ich zusammen mit anderen Jagdhornbläsern auf traditionelle Art die Jagd eröffnen. Mit unseren Hörnern ließen wir die Signale zum Aufbruch erklingen.

Diese Ansitzdrückjagd war für mich wieder ein ganz besonderes Ereignis. Schon beim Besteigen der Kanzel spürte ich ein Kribbeln im Bauch. Die Treiber und Hundeführer waren in der Ferne schon zu hören und die ersten Schüsse fielen. Meine Anspannung stieg immer mehr und plötzlich waren sie da. Das aufgeschreckte Wild lief auf die Lichtung. Meinem Opa gelang es in diesem Jahr, ein Wildschwein zu erlegen.
Während die Mitarbeiter der Stadt die erlegten Tiere einsammelten und zum zur „Grenzburg“ brachten, begann für die restlichen Jagdteilnehmer dort bereits der gemütliche Teil des Tages. Am Lagerfeuer wurden die Erlebnisse und Erfolge der Jagd ausgetauscht. Zum Abschluss wurde dann die Strecke gelegt und verblasen, d.h. das Wild wird geordnet aufgereiht und mit seinem jeweiligen Totsignal durch die Jagdhornbläser geehrt.
Mit einer, über den Erwartungen liegenden Anzahl an erlegtem Schwarz-, Rot- und Rehwild, sogar Füchsen, konnte die Güstrow auch in diesem Jahr wieder eine erfolgreiche Drückjagd verzeichnen.
Weidmanns heil!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen