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Baum der Hoffnung gepflanzt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schüler des Recknitz-Campus Laage besuchen Gedenkstätte Sachsenhausen / Zwölftklässler helfen Sechstklässlern

Der Recknitz-Campus Laage hat sein Projekt „Gemeinsam lernen – Gedenken und Erinnern – Gedenkstätte Sachsenhausen“ fortgeführt. Nachdem die Schüler der 12. Klassen den Schülern der 6. Klassen am ersten Projekttag das Thema „Verfolgung durch ein System“ näher gebracht hatten, folgte nun die Fahrt zum Konzentrationslager nach Sachsenhausen.

Zuvor wurden die Sechstklässler auf das Thema vorbereitet, zum einen durch die Zwölftklässler, zum anderen durch ihre Lehrer. In Sachsenhausen angekommen, war es Aufgabe der Gruppen, bestehend aus je zwei „Großen“ und drei bis vier „Kleinen“, ihre Schützlinge herumzuführen und Aufgaben zu lösen. So war es Aufgabe der Sechstklässler, den Turm A zu malen und ihre Gefühle dazu in ihre Zeichnung einfließen zu lassen oder auch ihren Tagesablauf mit dem eines Häftlings zu vergleichen.

Das Wissen der Zwölfer aus ihren vorhergehenden zwei Besuchen des KZ konnte in die anschließende Auswertung und Aufarbeitung mit einfließen. Die Reaktion der Sechstklässler fiel unterschiedlich aus. So stellten sie viele Fragen zur Thematik oder äußerten sich über die Ungerechtigkeit dieser Zeit. Bevor alle wieder abfuhren, schlossen die Gruppen den Besuch auf unterschiedliche Weise ab. Die einen schrieben ihre Ängste und Gefühle auf Karten und verbrannten diese anschließend, um die schlechten Gefühle dort zu lassen. Andere ließen Ballons in die Luft steigen, an welchen Zettel mit Wünschen befestigt waren, wieder andere pflanzten einen Baum oder eine Pflanze als Zeichen der Hoffnung. „So ein Zeichen empfehlen wir auch späteren Jahrgängen“, sagten die Zwölftklässler Natalie Hamann und Steve Göhne.

„Dieses Symbol half den Sechstklässlern, ihre Gedanken und Gefühle zu verarbeiten und trotz des vielen neuen Wissens mit dem Tag abschließen zu können.“ Die „Kleinen“ schrieben, dass sie keinen Krieg mehr möchten oder sich Frieden für alle wünschen. Auf diese Wünsche wurde dann der Baum gepflanzt, in der Hoffnung, dass er „die Früchte dieser Wünsche trägt“.

Das Projekt ist eine Grundlage für das Wissen, welches in den Jahren nach der 6. Klasse vermittelt wird. Außerdem hilft es den jüngeren Schülern dabei, ein erstes Verständnis für Demokratie zu bekommen. Und so wie die Zwölftklässler aus diesem Jahr werden die Sechstklässler bald selbst die Möglichkeit bekommen, ihr Wissen an eine neue Generation von Sechstklässlern weiterzugeben.


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