Zisch : Abenteuer Nachtangeln

In der Dämmerung oder nachts ist es sehr still in der Natur, jedes Geräusch fällt hier beim Angeln doppelt auf.
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In der Dämmerung oder nachts ist es sehr still in der Natur, jedes Geräusch fällt hier beim Angeln doppelt auf.

Till Höppner von der Güstrower Müntzerschule berichtet über sein außergewöhnliches Hobby

Hallo, ich heiße Till Höppner und habe ein schönes Hobby, über welches ich heute berichten möchte: Nachtangeln.

Gerade in der heißen Jahreszeit im Juli und Anfang August beißen die Fische tagsüber nur sehr schlecht. Am frühen Morgen oder abends sieht es schon anders aus, da sind die Fische auf Nahrungssuche, sind viel bissfreudiger als an einem heißen Nachmittag. Gerade Profis, die auf große Fische aus sind, angeln auch die ganze Nacht durch. Beim Aal ist es allgemein bekannt, dass er nur in der späten Dämmerung oder nachts beißt, aber genauso die großen Karpfen sind in der Nacht sehr aktiv.

Die Angelausrüstung bleibt im Prinzip dieselbe, man muss sie nur um einige nützliche Dinge ergänzen. Wichtig ist natürlich eine Taschenlampe, noch besser ist eine Stirnlampe, damit hat man beide Hände frei zum Anködern oder die großen Fische zu landen. Warme Kleidung ist auch Pflicht, denn nachts kann es empfindlich kalt werden. Sehr nützlich sind Knicklichter, die man an der Angelspitze als Bissanzeiger oder auch am Keschergriff, damit man ihn bei Bedarf auch schnell findet, anbringt. Seine Angelsachen sollte man geordnet haben, denn so hat man die wichtigen Köder und Haken schnell zu Griff.


Am besten zu zweit zum Nachtangeln


Ein bequemer Stuhl oder eine Liege ist natürlich nie verkehrt, so kann man es einige Stunden aushalten. Am besten man geht zu zweit zum Nachtangeln, so hat man ein wenig Unterhaltung und man sitzt nicht alleine irgendwo in der Prärie am Ufer. Bei einem größeren Fang hat man zudem Hilfe mit dem Kescher, man braucht nicht alles alleine machen.

Auf ein paar Dinge sollte man achten, wenn man zum Nachtangeln geht. Unnötiges Umherlaufen und Trampeln sollte man unbedingt vermeiden. Zu dieser Tageszeit ist es sehr still in der Natur, jedes Geräusch fällt hier doppelt auf. Auch sollte man auf regelmäßiges Einholen des Köders verzichten. Denn dieses und vor allem das Auswerfen der Montage verschreckt die Fische.

Der richtige Köder ist beim Nachtangeln sehr wichtig, visuelle Köder sollte man beiseite legen, in der Nacht verlassen sich die Fische auf ihren Geruchssinn. Würmer, Maden oder Boilies sind jetzt gefragt. Alles was dem Fisch in die Nase steigt, fängt in der Nacht am besten. Schlecht sind hier natürlich verrauchte Finger, hier sind ganz klar Gummihandschuhe angesagt. Sehr nützlich sind beim Nachtangeln auch Bissanzeiger. Profis, die mehrere Tage an einem See verbringen, um Karpfen zu fangen, verwenden auch gerne mal Bissanzeiger mit Funk. So kann man sich nachts schlafen legen und wird trotzdem im Zelt geweckt, wenn etwas anbeißt.

Wer es einfacher liebt, kann sich auch an die Rutenspitze ein Knicklicht anbinden, so sieht man ob ein Fisch anbeißt oder nicht, dann kann man sich auch ein bisschen ausruhen. Nachtangeln macht nicht nur mir Spaß, sondern auch meinen Freunden. Till Höppner,



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