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Ende Oktober hebt die Panak ab

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erstellt am 11.Okt.2012 | 10:51 Uhr

Parchim | Jürgen Thiel, Dipl. Ingenieur für Nachrichtentechnik und Pilot, ist Flieger durch und durch. Mit 21 Jahren stieg er das erste Mal in ein Flugzeug. Bis heute haben ihn die Maschinen nicht losgelassen, begeistern ihn so, dass er inzwischen an seiner zweiten eigenen baut. Den Hamburger, der vor Jahren seinen Wohnsitz nach Kiekindemark verlegt hatte, um hier - den Parchimer Sportflugplatz in Reichweite - die herrliche Landschaft zu genießen, konnte die Panak als Dozenten für die zweite Vorlesung im Herbstsemester der Nachwuchsakademie gewinnen. Sein Thema am 23. Oktober 15 Uhr im Solitär des Landratsamtes wird sein: Warum kann ein Flugzeug fliegen?

"Fliegerei ist natürlich Physik. Jedoch möchte ich versuchen, eine Vorlesung zu machen, die ohne physikalische Hilfen auskommt, in der es keine Formeln geben wird, in der ich mit den Mädchen und Jungen ein Flugzeug bauen werde." Natürlich nicht mechanisch, das versteht sich. Vielmehr wird Thiel den Kindern deren eigene ganz alltäglichen Erfahrungen entlocken, die letztlich die Erklärung für die Fliegerei liefern. "Die jungen Studenten werden merken, dass sie eigentlich schon ganz viel wissen, dass sie quasi nur noch eins und eins zusammenzählen müssen, um zu den für die Flugphysik wesentlichen Erkenntnissen zu gelangen." Die, sagt Thiel, ist eigentlich gar nicht so kompliziert und die Modernisierung des Flugwesens seit Lilienthal gar nicht so eminent.

Wie durchweg alle Themen bei den Vorlesungen der Panak, ist auch dieses prädestiniert für Schüler hoch bis Klasse zwölf. Und während längst auch die Macher um Prof. Dr. Bernd Klausch bemüht sind, die höheren Schülerjahrgänge für die Vorlesungen zu begeistern, hofft auch Jürgen Thiel auf ein stückweit älteres Auditorium. "Ab 14 Jahren ist die Fliegerei möglich", sagt Thiel, der gern die Chance nutzt, für seinen schönen wie auch anspruchsvollen Sport zu werben. "Spannend ist mein Thema auch für Jüngere, dafür werde ich sorgen. Für die Älteren ist es aber viel greifbarer, weil es für sie nicht nur bloße Theorie bleiben muss."

Neugierig geworden? Dann jetzt flugs anmelden, und zwar unter der E-mail-Adresse info@panak.inswm.de. Das ist wichtig, denn wenn die Plätze im Solitär ausgehen, kommt nur rein, wer "gelistet" ist.

Möglich sind die Veranstaltungen im Rahmen der Parchimer Nachwuchsakademie nur dank des Engagements der Parchimer Bürgerstiftung, des Fördervereins Asklepios Klinik, des Kreisjugendringes, der Stadtwerke Parchim und der Schweriner Volkszeitung. Gemeinsam sind sie Träger dieser nach wie vor kostenlosen Vortragsreihe und wollen Schülern aus Parchim und Umgebung etwas bieten, das über Schule hinaus geht. Das zeigt, wie spannend das Leben sein kann, wieviel Spaß Wissen machen kann und das vielleicht ja auch ihren Blick weitet, wenn es darum geht , eine ganz wichtige Frage zu klären, nämlich die nach dem, was will ich eigentlich einmal werden.

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