Sport : Zehn Fäuste in einem Team

Julius (r.) spielt seit fast fünf Jahren Faustball.
Julius (r.) spielt seit fast fünf Jahren Faustball.

Julius spielt seit fast fünf Jahren Faustball. Wir haben ihn beim Training besucht.

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20. Januar 2016, 23:46 Uhr

So nah dran, fast hätte Julius den Ball gehabt! Der Zehnjährige streckt sich, so weit er kann. Doch dann fällt er um und rollt lachend über die blaue Turnmatte. Mit den Fingerspitzen hätte er den Ball gerade noch erwischt. Aber die darf er nicht benutzen: Julius übt nämlich gerade Faustball.

Besonders bekannt ist Faustball nicht. Dabei handelt es sich um eine sehr alte Sportart. Das Spiel erinnert ein bisschen an den Sport Volleyball. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Ein Team beim Faustball besteht aus fünf Spielern.

Quer über die Mitte des Feldes ist ein Band gespannt. Darüber spielen die Sportler den Ball. Dabei dürfen sie nur ihre Arme oder Fäuste benutzen. Mit offenen Händen oder Fingern zu schlagen, ist verboten.

Man muss schnell sein, um den Ball richtig zu erwischen. Deshalb sitzt Julius erst mal auf einer weichen Matte. Dann lässt er sich Bälle zuwerfen, einen nach dem anderen. Er wirft sich nach rechts und nach links, um alle Bälle zu schlagen.

Sein Trainer Ctirad macht vor, wie es geht: Selbst, wenn er sich auf den Bauch legt, erwischt er fast jeden Ball. Kein Wunder, denn Ctirad hat bei der Faustball-Weltmeisterschaft mitgespielt.

Nach einer Weile wird endlich richtig Faustball gespielt. Ctirad verteilt alle Spieler auf ihre Plätze. Wer hinten steht, nimmt die Bälle des Gegners an und verteidigt das eigene Feld. Vorn stehen die Angreifer. Sie schlagen den Ball möglichst hart zurück.

Plötzlich ist es mucksmäuschenstill in der Halle. Alle konzentrieren sich auf ihr Training: Bald spielen sie bei einem Turnier gegen andere Mannschaften.

„Am tollsten finde ich, dass man sich viel bewegt“, sagt Julius. Er spielt schon seit fast fünf Jahren Faustball. Seine Klassenkameradin Philine ist erst seit einem Jahr dabei. Aber auch sie spielt bei dem Turnier mit.

Autorin: Christina Peters

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