Tierwelt : Zahnlos und fleißig

Regenwürmer gibt es fast überall auf der Erde.
Regenwürmer gibt es fast überall auf der Erde.

Sie leben in der Erde und mögen es am liebsten feucht und dunkel: Regenwürmer sind für den Boden wichtig

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04. März 2015, 23:41 Uhr

Hey, was ist das für ein Getrampel da oben? Ein bisschen Ruhe, bitte! Schließlich wohne ich hier unten. Gestatten: Regenwurm mein Name. Bestimmt hast du mich schon mal gesehen.

Normalerweise wohne ich gut versteckt in der Erde. Zum Beispiel in deinem Garten oder unter dem Fußballfeld. Freunde von mir leben gleich nebenan im Komposthaufen. Aber auch unter der Wiese oder im Wald kannst du uns entdecken.

Regenwürmer gibt es nämlich fast überall auf der Welt! Außer in der Wüste. Oder ganz weit oben in den Bergen. Oder in den Polar-Gebieten.

Dort liegt viel zu viel Eis und es ist bitterkalt. Brrrr! Für Forscher sind wir Regenwürmer übrigens superspannend. Denn wir sind Bio-Indikatoren. Das bedeutet: An uns kann man zum Beispiel erkennen, wie sauber der Boden ist. Wir mögen es nämlich gar nicht, wenn in der Erde giftige Stoffe sind. Bäh! Wenn in der Erde also keiner von uns mehr ist, dann ist meist etwas faul.

Überhaupt sind wir Regenwürmer fleißige Kerlchen. Wir graben und bohren ständig im Boden herum. Dort legen wir auch unsere Wohnröhren an. Manche von uns graben dazu sogar mehrere Meter tief hinunter. Diese langen, verzweigten Gänge sind für den Boden super. Dadurch bekommt er eine Art Belüftung. Außerdem wird der Boden so aufgelockert und das Regenwasser kann besser abfließen. Sonst würde es sich vielleicht stauen und es gäbe eine Überschwemmung.

Und noch etwas haben wir drauf: Wir können die Erde fruchtbar machen. Das bedeutet, die Pflanzen können später auf dem Boden besonders gut wachsen – durch unseren Kot. Wir Regenwürmer ernähren uns am liebsten von alten abgestorbenen Pflanzenresten. Mmmmh, lecker! Aber es gibt ein Problem. Wir haben keine Zähne. Deshalb können wir unser Futter auch nicht kauen. Wie gut, dass es da unsere Kumpels gibt: die Bakterien. Das sind winzige Lebewesen. Sie bereiten das Futter für uns vor, indem sie es zerkleinern und zersetzen. Wir müssen es später nur noch einsaugen.

Dabei erwischen wir aber immer wieder auch Erde und Sand. Aber das macht nichts. Das hilft uns sogar dabei, die Nahrung noch besser zu zerkleinern. Unser Kot besteht später aus der Erde und dem Sand und den verdauten Blättern. Und das ist ein guter Dünger! So, jetzt muss ich aber los. Schließlich gräbt sich der Boden nicht von allein um.

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