Unterwasserwelt : Wo ist der Riesenkalmar?

Ana, Joachim und Kirsten Jakobsen (v.l.n.r.) auf 1000 Metern Tiefe: Gemeinsam suchen sie nach einem Riesenkalmar.
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Ana, Joachim und Kirsten Jakobsen (v.l.n.r.) auf 1000 Metern Tiefe: Gemeinsam suchen sie nach einem Riesenkalmar.

Ana (15) wohnt mit ihren Eltern zeitweise auf einem Schiff. Für ihre Arbeit steigen sie sogar in ein U-Boot.

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25. August 2015, 23:51 Uhr

Ana wacht im Hafen auf. Sie will den Tag zusammen mit ihren Eltern im U-Boot verbringen. Anas Eltern sind Forscher und wollen einen besonders großen Tintenfisch filmen: einen Riesenkalmar.

Weil Ana gerade Ferien hat, bleibt die Familie sogar für mehrere Wochen auf einem Schiff. Ana erzählt, wie so ein Tauchgang abläuft.

Gegen neun Uhr fährt der Katamaran los. Das ist ein Schiff mit zwei großen Schwimmkörpern. Im Sommer ist das Meer vor den Azoren am ruhigsten. Herr und Frau Jakobsen steigen im Sommer oft in ihr U-Boot. Die Azoren sind mehrere Inseln im Atlantischen Ozean.

Nach etwa einer Stunde erreichen sie ihr Ziel. Hier wollen Anas Eltern nach dem Riesenkalmar Ausschau halten. „Das U-Boot wird zu dem Punkt gezogen, wo es hin soll“, sagt Ana. „Dann fahren wir mit einem Schlauchboot dahin und steigen hinein.“ Das heißt, durch eine Luke klettern Ana und ihre Eltern von oben in den kleinen Raum des U-Bootes. Sind alle drin und ist die Luke geschlossen, geht es los. „Dazu muss man ein Ventil aufdrehen oder mehrere Ventile“, sagt Ana. „Das macht mein Papa.“ Er ist der Pilot und steuert das U-Boot. Durch das Öffnen der Ventile strömt Wasser in Kammern, in denen vorher Luft war. Das U-Boot wird schwerer und sinkt langsam nach unten.

Ana sieht nun Fische durch eine Art Glasscheibe, die extra dafür entwickelt wurde. Ihre Mama filmt die Tiere. Je weiter das U-Boot sinkt, umso kühler und angenehmer wird die Temperatur. Jetzt darf auch Ana mal mit dem Joystick das Boot steuern. Sie lenkt das U-Boot so, dass ihre Mama einen kleinen Kalmar filmen kann. „Das war spektakulär“, freut sich Kirsten Jakobsen.

Bis das U-Boot auf dem Meeresboden ankommt, hat es einen Kilometer Strecke zurückgelegt. Das dauert etwa 40 Minuten. „Wenn man den Meeresboden erreicht, sieht man ihn aus ein paar Metern Entfernung“, sagt Frau Jakobsen. „Pflanzen gibt es da unten nicht mehr, weil es kein Licht gibt“. Ana und ihre Eltern filmen die Tiere, schauen sich um und reden miteinander.

Nach fünf Stunden steigen sie wieder auf. Das U-Boot wartet dann auf den nächsten Tag in der Unterwasserwelt.

Autorin: Jennifer Heck

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