Umwelt : Wir verbrauchen viel Wasser

Wer kein Wasser hat, für den ist jeder Tropfen wertvoll.
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Wer kein Wasser hat, für den ist jeder Tropfen wertvoll.

Derzeit ist Weltwasserwoche. Experten erklären, welche Folgen unser Verhalten auch in anderen Ländern hat.

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24. August 2015, 23:43 Uhr

Während des Zähneputzens strömt kein Wasser aus dem Hahn. Beim Duschen wird nicht getrödelt, um Wasser zu sparen. So verhalten sich viele Menschen in Deutschland. Dabei haben wir hier kein Wasserproblem. Es gibt genug für die Natur und uns Menschen.

Was eine Menge Leute aber nicht weiß: Wir verbrauchen auch Wasser in anderen Ländern. Indem wir hier zum Beispiel Sachen essen, die dort hergestellt wurden. „Schließlich braucht zum Beispiel eine Tomate regelmäßig Wasser, um zu wachsen“, erklärt Wasser-Experte Philipp Wagnitz. „Wenn es in dem Land genug regnet, ist das mit dem Wasserverbrauch kein Problem.“

Anders sehe das aber in trockeneren Regionen aus. Dort, wo mehr Wasser verbraucht wird, als durch Regen nachfließt. „Das ist zum Beispiel im sonnigen Süden Spaniens der Fall. Dort gibt es riesige Flächen mit Gewächshäusern, in denen Gemüse und Obst angebaut wird“, sagt der Experte. Einerseits können wir so im Winter noch Erdbeeren und Tomaten essen. Andererseits wird dadurch viel Wasser in Südspanien verbraucht.

„Die Landwirte holen über Brunnen Wasser tief aus dem Boden“, erklärt Philipp Wagnitz. „Doch es kommt nicht genug Regen nach.“ Umweltschützer befürchten schlimme Folgen für die Natur.

Inzwischen hat man das Problem in Spanien aber erkannt und probiert neue Techniken aus. Dafür wird das salzige Wasser aus dem Meer so aufbereitet, dass Landwirte es verwenden können. „Doch die Sache ist so teuer, dass sie noch zu wenig genutzt wird“, sagt der Fachmann. Zudem versuchen die Landwirte, das Wasser sparsamer einzusetzen.

Auch wir könnten versuchen, etwas zu ändern. „Gut wäre es, Nahrungsmittel zu essen, die aus unserer Nähe kommen. Hier gibt es ja genug Wasser“, rät der Experte. „Und mitten im Winter kann man ja auch mal ein paar Monate auf Tomaten und Erdbeeren verzichten.“

Autorin: Ira Kugel

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