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Sternenhimmel : Wenn Wünsche vom Himmel fallen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Endspurt beim Sternschnuppen-Phänomen im August: Noch gibt es vermehrt Meteore

Wer einmal eine Sternschnuppe sieht, darf sich schnell etwas wünschen. Aber bloß nicht weiter verraten, dann geht der Wunsch nicht in Erfüllung! Das hat bestimmt jeder schon einmal gehört, oder du hast sogar selber schon mal eine Sternschnuppe gesehen. Hast du nicht? Dann hast du in diesem Monat noch die Gelegenheit dazu. Das Naturschauspiel wird der Strom der Perseiden genannt. Der Name Perseiden stammt von dem Sternbild Perseus im Osten, weil die Lichter von dort her zu kommen scheinen. Doch was sind diese Sternschnuppen eigentlich und wie kommt es, dass wir im August besonders viele von ihnen sehen können?

Sternschnuppen bestehen aus kleinen Gesteinsteilchen und Staubkörnern, die als Überreste von Gesteinsbrocken im All übriggeblieben sind. Die Kleinsten dieser Teilchen haben einen Durchmesser von gerade mal zwei Millimetern, die Größten etwa den einer Murmel. Diese Staubteilchen werden von dem magnetischen Erdmittelpunkt angezogen und dringen in die Erdatmosphäre ein. Die Atmosphäre ist eine Lufthülle, die unsere Erde umgibt. Sie ist sehr wichtig für das Klima der Erde, denn durch sie wird unser Planet vor dem Auskühlen und Überhitzen geschützt.

Die Sternschnuppen fliegen mit einer Geschwindigkeit von ca. 200 000 Kilometern pro Stunde durch die Erdatmosphäre, das ist 200-mal so schnell wie ein normales Passagierflugzeug. Durch diese rasende Geschwindigkeit entsteht Reibung zwischen dem Gesteinsteilchen und der Luft. Die Staubkörner erhitzen sich und verglühen nach kurzer Zeit wieder. Die leuchtende Spur einer Sternschnuppe wird durch diese Reibung zwischen Staubkörnchen und Luft in der Atmosphäre ausgelöst. Den hellen, leuchtenden Streifen am Himmel nehmen wir als Sternschnuppe oder auch Meteor wahr. Meteor ist ein Synonym für Sternschnuppe, das heißt, es bedeutet dasselbe. Als Meteor bezeichnet man also ein Objekt, das mit hoher Geschwindigkeit (20 bis 70 Kilometer pro Sekunde) aus dem Weltraum in die Erdatmosphäre eindringt und dort eine Lichterscheinung hervorruft.

Sternschnuppen kann man das ganze Jahr über beobachten, allerdings höchstens ein oder zwei pro Nacht. Meistens sieht man sie gar nicht, weil der Himmel oft bedeckt ist und zudem die künstliche Beleuchtung in der Stadt die Sicht in den Nachthimmel verwehrt. Im Sommermonat August jedoch kann man besonders viele dieser leuchtenden Erscheinungen beobachten. Der große Sternschnuppenschwarm entsteht aus einer großen Staubwolke eines Kometen mit dem Namen 109P/Swift-Tuttle, der 1862 entdeckt wurde (wir berichteten). Kometen sind kosmische Körper aus Eis und Staub, die, genauso wie Planeten, auf einer Bahn die Sonne umkreisen. Sie ziehen eine riesige Staubwolke hinter sich her, da sie unterwegs auf ihrer Bahn viele Staubteilchen verlieren. Jedes Jahr Mitte August kreuzen sich die Bahnen der Erde und des Kometen Swift-Tuttle. Dabei dringen viele der Staubteilchen in die Erdatmosphäre ein, erhitzen sich und verglühen. Deshalb sehen wir dann so zahlreiche Sternschnuppen. Der gesamte Zeitraum, in dem wir vermehrt Meteore betrachten können, liegt zwischen dem 17. Juli und dem 24. August. Also bleiben noch ein paar Nächte, um eine Sternschnuppe zu sehen und sich etwas Tolles zu wünschen!






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