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Musik : Weicher Klang, langer Atem

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Um auf der Querflöte spielen zu können, müssen Carmen und Hannah regelmäßig üben

Als Carmen zum ersten Mal eine Querflöte hörte, war sie sofort begeistert. „Das war bei einem Konzert. Der Klang von der Querflöte hat mir gefallen – er ist so weich“, sagt die Elfjährige. Dann holt sie das silberne Instrument aus dem schwarzen Koffer. Die Flöte besteht aus drei Einzelteilen, die Carmen schnell zusammensteckt.

Dann hält sie das lange Instrument zur rechten Seite. Sie legt die Finger beider Hände auf die Klappen und bläst in das Mundstück. Schon erklingt ein sanfter Ton. Dass Carmen keine Anfängerin mehr ist, hört man sofort. Seit fünf Jahren nimmt sie Unterricht an einer Musikschule. „Wunderbar!“, lobt Querflöten-Lehrerin Elisabeth Dörr. Auch Hannah spielt Querflöte. Es ist das Instrument, das sie unbedingt lernen wollte. Der Elfjährigen gefällt, dass die Flöte quer gehalten wird. Und nicht nach vorne wie die Blockflöte.

Um ein Instrument gut spielen zu können, muss man viel und regelmäßig üben. Da sind sich die Mädchen einig. „Ich versuche, jeden Tag eine halbe Stunde zu spielen. Das klappt aber nicht immer“, sagt Carmen. Am Querflötespielen finden beide Schülerinnen den Ansatz am schwierigsten. So nennen Musiker die Technik, mit der sie das Instrument anblasen. „Man darf nicht direkt in das Mundstück reinblasen, aber auch nicht darüber hinweg“, erklärt Carmen. Viel üben müssen Querflötenspieler auch die richtige Atem-Technik. Die Spieler brauchen einen langen Atem. Nur so treffen sie die Töne richtig und können die Lautstärke beibehalten. Mit Anfängern übt Frau Dörr mit einer Stoppuhr, die Töne so lange wie möglich zu halten. Am Anfang reiche die Puste oft für nur drei Sekunden, sagt sie. „Aber schon nach wenigen Unterrichtsstunden sind es 10 bis 15 Sekunden.“ Und irgendwann spielen die Schüler dann so gut wie Carmen und Hannah.

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