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Tierwelt : Wasser-Drache mit Magie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Es klingt wie Zauberei: Wenn Axolotl ein Körperteil verlieren, dann wächst es komplett nach.

Der arme Axolotl. Ein ganzes Bein ist weg! Ein Artgenosse hat es ihm abgebissen. So etwas hat Robert Seuntjens schon gesehen. Er ist Tierpfleger und arbeitet im Aquarium des Zoos der Stadt Berlin.

Sorgen muss man sich um die Tiere in solchen Fällen aber nicht machen. Denn Axolotl können etwas ganz Besonderes: Bei ihnen wachsen Körperteile meist komplett nach, wenn sie verloren gehen. Zum Beispiel der Schwanz, die Augen oder Teile des Gehirns.

Das klingt verrückt. „Beim Axolotl ist das aber ganz normal“, sagt Robert Seuntjens. Er kniet neben einem großen Wasserbecken im Aquarium. Darin sind Wasserpflanzen zu sehen, Baumstämme und Steine. Doch plötzlich bewegt sich etwas hinter der Glasscheibe im Becken. Da liegt ein weißer Drache im Wasser! So sieht es jedenfalls aus. „Das ist ein Axolotl“, sagt Robert Seuntjens. Sieben dieser Tiere leben derzeit in dem Becken, zwei weiße und fünf schwarzbraune.

Axolotl sind Molche. Sie gehören zu den Amphibien, wie Frösche. Für Wissenschaftler sind Axolotl superinteressant. Sie würden gern herausbekommen, warum bei den Tieren Körperteile komplett nachwachsen können. Das ist bisher noch nicht genau klar.

„Ich hatte mal einen Axolotl, dem hatte ein Rabe den halben Kopf abgebissen“, erzählt die Wissenschaftlerin Sarah Strauß. Sie erforscht Axolotl. „Der Kopf ist komplett nachgewachsen. Sogar das Äuglein ist nachgekommen!“

Für die Medizin wäre es sehr spannend herauszufinden, wie das funktioniert, sagt Sarah Strauß. „Mit unserer Forschung würden wir gern dabei helfen, dass auch beim Menschen Wunden besser und schneller heilen.“

Autorin: Silke Katenkamp

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