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Kleine Plagegeister : Was passiert, wenn’s juckt?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Sommer könnte es am See so wunderbar sein – wären da nicht die Stechmücken!

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2015 | 14:17 Uhr

Stechmücken surren gern an Flüssen und Seen herum und piken uns – zum Beispiel in Arme und Beine. Danach wird es gemein: Der Mückenstich juckt! Manchmal sogar über mehrere Stunden. Das nervt.

Weil Mücken so klein sind, bemerken wir oft erst gar nicht, wenn eine von ihnen unsere Haut mit ihrem Mini-Rüssel anritzt. Das Piken machen übrigens nur die weiblichen Stechmücken. Sie brauchen das Blut, um Eier bilden zu können.

Ist die Haut angeritzt, taucht das Insekt seinen Rüssel hinein und schlürft etwas Blut heraus. Während die Mücke vor sich hin nuckelt, gibt sie Speichel ab. In der Spucke sind Stoffe, die dafür sorgen, dass unser Blut flüssig bleibt. So kann das Tier besser saugen.

Ist die Mücke fertig damit, macht sie sich davon. Und dann geht’s bei uns los! Unser Körper bemerkt das Sekret der Mücke als fremden Stoff in der Haut. Diese reagiert allergisch: Sie schwillt an und wird rot.

Gleichzeitig schüttet unser Körper Stoffe aus, die Alarm schlagen. Nach dem Motto: Achtung, fremde Eindringlinge! Die Info wird weitergeleitet über Nervenzellen, die in unserem ganzen Körper verbreitet sind. So dringt die Botschaft bis zum Gehirn vor. Das gibt den Befehl: Kratzen. Wir können dann gar nicht anders – wir müssen uns dort, wo die Mücke genuckelt hat, kratzen.

Das Ganze passiert in kürzester Zeit. „Dass wir kratzen, sobald es juckt, ist ein Reflex“, sagt die Ärztin Claudia Zeidler. Wir können also gar nicht schnell genug denken, da hat unser Körper schon reagiert.

„Das Kratzen gibt uns erst mal ein gutes Gefühl“, erklärt die Ärztin. „Der Schmerz durch das Kratzen lenkt uns ab vom Jucken.“ Allerdings ist die Kratzerei keine Lösung. Damit macht man die Haut kaputt und der Stich kann sich entzünden.

Besser ist es, nach einem Mückenstich am See einfach noch mal ins kühlende Wasser zu springen. Das hilft – und macht noch dazu Spaß.

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