Politik : Was ist los auf der Krim?

Zwischen den verschiedenen Gruppen auf der Krim kriselt es ziemlich.
Zwischen den verschiedenen Gruppen auf der Krim kriselt es ziemlich.

Auf der Halbinsel in der Ukraine rumort es / Das ganze Land steckt in einer Krise

svz.de von
03. März 2014, 16:18 Uhr

Gespannt blicken viele Menschen auf eine Halbinsel. Sie heißt Krim und gehört zu dem Land Ukraine. Denn auf der Halbinsel in Osteuropa rumort es seit Tagen ziemlich. Und nicht nur dort: Das ganze Land steckt in einer Krise. Aber von vorn: Die Halbinsel Krim liegt im Süden der Ukraine, am Schwarzen Meer. Sie ist etwas größer als das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Die Krim gehört zwar zur Ukraine, aber die Menschen dort können ihre Politik zum Teil selbst bestimmen. Das hat etwas mit der Geschichte der Halbinsel zu tun. Denn früher gehörte sie zu Russland, dann wurde sie der Ukraine geschenkt. „Das Besondere an der Krim sind die verschiedenen Volksgruppen“, sagt Experte Klaus Segbers. Nur jeder vierte Einwohner der Krim ist ein Ukrainer. Über die Hälfte der Leute sind Russen. Deshalb ist die wichtigste Sprache auf der Krim auch Russisch. Dann gibt es auf der Krim noch eine dritte Gruppe: die Krim-Tataren.

Die Halbinsel war früher mal ihre Heimat, bevor ein russischer Diktator sie von dort vertrieben hat. Vor mehr als 20 Jahren durften sie zurückkehren. Die Krim-Tataren sprechen eine eigene Sprache, die dem Türkischen sehr ähnlich ist. Sie wollen die Halbinsel als eigenen Staat für sich haben. Das bereitet den Ukrainern und den Russen Angst, die auf der Krim leben. Zwischen diesen verschiedenen Gruppen kriselt es also ziemlich. Denn jeder hat andere Interessen. Zum Beispiel sehen viele Russen auf der Krim es kritisch, dass sie zur Ukraine gehören. Beobachter befürchten, dass sich die Krim von der Ukraine abspalten will – dass sie sich also Russland anschließt. Wichtige Politiker auf der Krim haben jedenfalls schon entschieden, dass die Bewohner über die Abspaltung abstimmen sollen.

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