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Das Thema : Was ist eine Karikatur?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn Zeichnungen Gefühle verletzen / Satire soll mit Übertreibung auf Probleme hinweisen

Viele Zeitungen drucken jeden Tag eine Zeichnung ab. Auf der sehen die Personen oft nicht besonders nett aus. Das soll genau so sein. Bei dieser Art von Bildern übertreibt der Zeichner bewusst. Ein Beispiel: Er stellt die Nase viel größer dar, als sie ist. So eine Zeichnung nennt man Karikatur. Man spricht auch von Satire. Eine solche Zeichnung kommt oft witzig rüber, weil sie so übertrieben ist. Allerdings will der Zeichner mehr, als die Leute zum Lachen zu bringen: „Die Satire will auf Probleme hinweisen. Das funktioniert mit Witz und Übertreibung einfach am besten“, erklärt ein Experte.

Manchmal fühlen sich jedoch Menschen von einer Satire angegriffen. Sie finden, dass sie ihre Gefühle sehr stark verletzt. Das kann der Fall sein, wenn eine Satire sich über religiöse Dinge lustig macht. Zum Beispiel, wenn sie Gott verspottet. Dann greift sie etwas an, was gläubigen Menschen am wichtigsten ist. Manche Leute finden deshalb, dass man sich nicht über den Glauben lustig machen darf.

Einige wenige Menschen gehen so weit, dass sie die Zeichner solcher Satiren bedrohen. In unserem Nachbarland Frankreich kamen bei einem Anschlag in dieser Woche sogar einige Menschen ums Leben. Sie hatten für eine Satire-Zeitschrift gearbeitet. Diese hatte sich einige Male über religiöse Dinge lustig gemacht. Aber auch über viele andere Sachen.

Manche Leute finden, dass Satire nicht extrem bösartig und verletzend sein darf. Der Experte aber meint: „Es ist wichtig, seine Meinung frei äußern zu können.“ Das ist in vielen Ländern ein Grundrecht der Menschen. So gilt es eben auch für Satire. Egal, was man von Satire hält – viele Menschen in der Welt sind sich einig: Leuten für ihre Zeichnungen Gewalt anzutun, geht gar nicht.

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