Teddys Geschichte : Vom Elefanten zum Bären

Teddys sind nach dem früheren US-Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt benannt.
Foto:
Teddys sind nach dem früheren US-Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt benannt.

Heute vor 167 Jahren wurde Margarete Steiff geboren: Ihr verdanken wir den Teddy.

svz.de von
23. Juli 2014, 23:51 Uhr

Sicher besitzt auch ihr einen Teddybären zum Liebhaben. Der kuschelige Freund gehört in jedes Kinderzimmer und eignet sich prima zum Trösten, wenn wir mal traurig sind. Man kann es sich kaum vorstellen, aber sehr lange gibt es den kleinen Gesellen noch nicht. In früheren Zeiten hatten Kinder häufig Spielzeug, was aus Holz oder Blech gefertigt wurde. Zum Schmusen eignete sich das eher weniger.

Die Geschichte des Teddys beginnt in Schwaben im Jahre 1880. Dort lebte eine Schneiderin namens Margarete Steiff, die einen kleinen Filzelefanten nähte. Es sollte ein Nadelkissen werden als Geschenk für ihre Schwägerin. Als die Kinder ihrer Verwandten das niedliche Tier sahen, wollten sie sofort damit spielen. Bald danach wünschten sich viele Kinder in der Gegend auch so ein kleines „Elefäntle“. Es dauerte nicht lange und die Schneiderin nähte Affen, Esel, Giraffen, Mäuse, Hunde, Katzen und viele andere Tiere aus Plüsch. Weil die so beliebt waren, konnte Margarete Steiff sogar eine Fabrik für Kuscheltierherstellung eröffnen. Da ihr Neffe Richard im Zirkus auch einen Bären beobachtet hatte, zeichnete er ein Schnittmuster und zeigte es der Tante. Richard entwickelte 1902 den ersten beweglichen Spielbären. So entstand der erste Plüschbär.

Sein Name war aber nicht sehr kuschelig. Man bezeichnete ihn mit: „Bär 55PB“. Das bedeutete, 55 cm groß, P=Plüsch, B=Beweglich. 1903 gingen die Steiffs damit auf die Leipziger Messe und boten den Spielbären an. Lange interessierte sich keiner dafür, aber in allerletzter Minute, kurz vor dem Ende der Messe, kam ein Amerikaner. Ihm gefiel der Bär und er bestellte 3000 Stück für je 8 Mark für Amerika. Die Bezeichnung „Teddy“ bekam der Bär aber durch den US-Präsidenten Theodore Roosevelt. Abgekürzt nannte man ihn „Teddy“. Als der Präsident 1902 auf einer Jagd einen angebundenen kleinen Bären erschießen sollte, weigerte er sich. So nannte man von da an alle Spielbären „Teddy“.

Die Firma Steiff gibt es immer noch und viele Dinge an den Figuren werden auch heute in Handarbeit hergestellt. Alles muss kontrolliert werden. Ob das Tier schielt, ob die Nähte richtig sitzen, ob Arme und Beine sich bewegen lassen. Sind die Hersteller zufrieden, bekommt das Kuscheltier einen Knopf ins Ohr. Inzwischen gibt es dort 15 000 verschiedene Teddy-Modelle.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen