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Sport : Viele Spieler – eine Scheibe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lena und Steven betreiben eine besondere Sportart: Frisbee.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2014 | 17:39 Uhr

Die Wiese ist ungefähr so lang wie ein Fußballfeld. Mitten auf dem Platz stehen Hütchen als Markierung. Die Sonne scheint, fast 20 Leute kommen zum Training. Auch Steven und Lena sind darunter. Die beiden gehören zu einer Frisbee-Mannschaft aus Berlin. Der 26-Jährige macht den Sport seit zwei Jahren. „Mich reizt der Ehrgeiz, die Scheibe zu bekommen, dem Gegner wegzuschlagen“, sagt er. Lena ist sogar schon vier Jahre dabei. Sie ist 24 Jahre alt. Die junge Frau mag den Sport unter anderem, weil man so viel rennt. Der Trainer ruft: „Auf geht’s! Runden laufen und wer einen Partner hat, dabei die Scheibe zuwerfen.“ Lena und Steven legen los. Sie drehen mehrere Runden um das Feld und werfen sich die Frisbee-Scheibe zu. Das machen die Spieler, um warm zu werden. Dann stellen sie sich zu zweit am Spielfeld-Rand auf und machen kurze Wurfübungen. Das heißt, Lena und Steven stehen sich gegenüber und werfen sich die Scheibe zu. Mal mit der Vorhand, mal mit der Rückhand. Dabei machen die beiden große Schritte oder gehen auch mal in die Knie. So üben sie Situationen aus einem echten Spiel. „Das heißt, du wirfst nicht aus einer bequemen Position“, sagt Lena.

„Ich möchte quasi an meinem Gegner, der direkt vor mir steht, vorbeikommen.“ Dafür muss sie mit einem großen Ausfallschritt an ihm vorbeiwerfen. Die nächste Aufgabe ist eine lange Wurfübung. Dabei soll die Scheibe sehr weit geworfen werden – und trotzdem gezielt. Alle stellen sich in eine Reihe und kommen nacheinander dran. Einer rennt der Scheibe immer hinterher und versucht, sie zu fangen.

Die langen Würfe klappen bei manchen besser als bei anderen. Einige schaffen es, dass der Mitspieler die Frisbee-Scheibe an einer bestimmten Position fängt. Diese ist mit Hütchen auf dem Platz markiert. Bei der nächsten Übung wird es noch schwieriger. Der Spieler ohne Frisbee läuft los und bekommt die Scheibe zugeworfen. Er fängt sie und wirft sie sofort weiter zu einem anderen Spieler. Puh, ziemlich anstrengend! Am Ende des Trainings machen Lena, Steven und die anderen noch ein richtiges Spiel. Ziel ist es, die Scheibe immer weiter nach vorne zu passen. Bis sie in einer besonderen Zone auf der gegnerischen Seite landet. „Im Team ist es wichtig, dass man weiß, was der andere macht“, sagt Lena. Sonst ist auf dem Feld nur ein großes Gewusel.

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