Spiele : Viel Spaß in kleiner Schachtel

Kartenspiele machen vielen Kindern Spaß.
Kartenspiele machen vielen Kindern Spaß.

Kühe vor einem Stromschlag retten oder gegen Werwölfe kämpfen – solche Aufgaben gibt es beim Kartenspielen.

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28. Januar 2016, 16:11 Uhr

Spielkarten brauchen nicht viel Platz. Auf langen Zugfahrten helfen sie gegen die Langeweile. Es gibt die verschiedensten Varianten, vom normalen Kartenspiel bis zu Karten mit Werwölfen, Hornochsen oder Kühen.

Reinhard Staupe weiß, worauf es bei alldem ankommt. Sein Beruf: Spiele erfinden, vor allem Kartenspiele. „Zuerst suche ich nach einer Idee für ein Spiel, das es noch nicht gibt“, sagt er. „Es soll total viel Spaß machen und ganz einfache Regeln haben.“

Neue Spiel-Ideen kommen Reinhard Staupe zum Beispiel beim Autofahren oder beim Duschen. Manchmal passiert es auch, wenn er in seinem Wohnort in der Nähe von Bremen spazieren geht. „Muuuuuh“, schallte es einmal bei einem Spaziergang über den Weg.

Reinhard Staupe fand die Kuh auf der Wiese witzig. Plötzlich fielen ihm Wortspiele wie „Kuhmando“ ein. Daraus entstanden später Ideen für Kartenspiele rund um Kühe.

Ist die Idee einmal da, tüftelt der Erfinder weiter an den Regeln. Aus weißer Pappe oder alten Spielkarten bastelt Reinhard Staupe ein Test-Modell. Nun kommt für Spiele-Erfinder der wichtigste Teil: Das Spiel wird getestet.

Wolfgang Kramer macht das besonders gründlich. Er ist einer der berühmtesten deutschen Spiele-Erfinder. Er testet jedes Spiel zuerst mit seiner Frau, dann mit Freunden und Kindern. „Kinder sind wichtige Test-Spieler. Ich merke schnell, ob die sich langweilen oder begeistert mitspielen“, sagt Wolfgang Kramer. „Ich beobachte, ob sie beim Spielen zu lange warten müssen, bis sie dran sind, und vieles mehr.“ Immer wieder verbessert der Erfinder danach sein Spiel – bis alles stimmt. „Ein Spiel muss Gefühle erzeugen. Man muss sich freuen, gespannt sein, ob man gewinnt oder auch ärgern, wenn etwas nicht klappt“, findet Wolfgang Kramer. „Dann ist es ein gutes Spiel.“

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