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Junge Zeitung

21. November 2017 | 09:27 Uhr

Hobby : Turnen auf dem Pferd

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf einem Pferd stehen, das im Galopp rennt? So etwas macht man beim Voltigieren

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 16:37 Uhr

„So, und nun die Hände loslassen!“ Louisa löst die Hände vom Voltigiergurt und streckt sie zu beiden Seiten aus. Jetzt sitzt sie auf Montys breitem Pferderücken, ohne sich festzuhalten. „Und jetzt die Fahne“, ruft Judith Kühnel. Sie ist Voltigier-Trainerin. Gerade hält sie die Longe. Das ist eine lange Leine, an der Pferd Monty im Kreis läuft. Für die Figur Fahne zieht Louisa die Beine auf den Pferderücken. Dann setzt sie sich auf die Knie, streckt einen Arm nach vorn und ein Bein nach hinten aus. Das sieht richtig akrobatisch aus. „Ich voltigiere, weil ich Pferde mag“, sagt die Neunjährige.

Voltigieren, das ist Turnen auf dem Pferd, oft sogar zu zweit oder zu dritt. Doch keine Angst, man muss nicht gleich in der ersten Stunde im Galopp auf die Schultern eines anderen Kindes klettern. Anfänger lernen erst einmal, die Hände zur Seite auszustrecken. Dann geht es mit Übungen im Sitzen und in der Hocke weiter. Zum Beispiel mit der Fahne. „Wenn eine Übung im Schritt gut klappt, üben wir sie im Galopp.“ Judith Kühnel gibt Monty das Zeichen zum Angaloppieren. Jetzt sitzt die zehnjährige Carlotta auf dem Pferd. Wenn sie die Arme ausstreckt, sieht selbst das schon schwierig aus. Ist es aber gar nicht, sagt Carlotta. Sie voltigiert schon seit drei Jahren. „Aber als wir das erste Mal galoppiert sind, hatte ich Angst“, gibt sie zu.

Nachdem Carlotta fertig ist, geht sie zu den anderen Voltigier-Kindern. Sie stehen ein paar Schritte weiter neben einem Holzpferd. Das ist ein Bock auf vier Holzbeinen. Anders als Monty steht das Holzpferd einfach nur still. Darum können die Kinder hier Übungen ausprobieren, die sie sich auf Montys Rücken vielleicht noch nicht zutrauen. Zum Beispiel den Schulterstand. Dabei hängt Carlotta kopfüber neben dem Pferd, während Louisa sie an den Beinen festhält. Achtung, nicht loslassen! Aber Carlotta und Louisa wirken ganz entspannt.

„Toll am Voltigieren ist, dass man etwas mit anderen zusammen macht und ein Team ist“, findet Louisa. Natürlich gehört auch Monty dazu. Er ist sogar das wichtigste Teammitglied. Denn nur auf dem Holzpferd zu turnen – das wäre den Voltigierern auf Dauer doch zu langweilig.

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