Mut : Trau dich

Einen Vortrag halten – das kann man üben.
Einen Vortrag halten – das kann man üben.

So kannst du Ängste überwinden

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24. März 2015, 23:40 Uhr

„Trau dich, auch wenn es daneben geht.“ So heißt es in einem tollen Mutmach-Lied aus dem Berliner Kindertheater „Grips“. Doch was, wenn der Mut fehlt? Man sich lieber unsichtbar machen würde, als in der Schule vor anderen etwas vorzutragen?

Wer schüchtern ist, fürchtet sich vor dem, was andere von ihm denken. Man fühlt sich wie auf einer großen Bühne, wenn alle Scheinwerfer auf einen gerichtet sind. Denkt, dass einen die anderen beobachten und kritisieren. Und dass man dabei nie gut weg kommt. Schüchterne fürchten sich vor den Urteilen anderer, sich zu blamieren. Dann wird man rot im Gesicht, beginnt zu schwitzen und wird ganz nervös. Manchen wird sogar schwindlig und einem fällt nichts mehr ein.

Viele schöne Dinge beginnt man erst gar nicht. Es könnte ja schiefgehen und dann wird man ausgelacht. So denken viele Menschen. Nicht nur Kinder oder Jugendliche, auch Erwachsene fürchten sich vor schlechten Werturteilen oder sind nicht in der Lage, vor anderen zu sprechen. Dabei kann man sich Schritt für Schritt daraus befreien. Das Leben ist viel zu schön, um sich selber Steine in den Weg zu legen.

Erst einmal ist man nicht allein damit. Viele Menschen, selbst Popstars, die auf der Bühne ein tolles Programm zeigen, sind nach dem Auftritt manchmal scheu. Jeder Mensch kennt diese Gefühle. Jeder Mensch hat Angst, von anderen nicht anerkannt zu werden. Besonders Schüchterne sind aber auch besonders empfindsame Menschen. Sie können sich eher in einen anderen hineinfühlen, wenn es dem schlecht geht.

Wichtig ist, sich seine Angst einmal anzuschauen. Wovor fürchtet man sich eigentlich? Ist es das Referat, das man nicht vor der Klasse vortragen mag, kann man es zu Hause vor dem Spiegel üben. Und wichtig ist, zu wissen, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Niemand kann beim ersten Vortragen supergut sein. Das macht erst die Übung. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man sich verspricht. Kein einziger Mensch auf der ganzen Welt ist perfekt. Jeder kennt es, sich zu versprechen. Jeder Mensch macht Fehler, kennt Unsicherheit. Es ist absolut menschlich, Dinge nicht gleich zu können. Alles kann man in vielen Schritten erlernen.

Wer seine Schüchternheit anderen gegenüber verlieren möchte, muss sich selber Mut machen. Jeder von uns kann irgendetwas besonders gut. Manche können gut schreiben, manche rechnen lieber. Einige sind gute Fußballspieler, andere basteln super. Manche Menschen zeichnen besonders gut oder können gut Tiere beobachten. Wieder andere haben ein Super-Gedächtnis. Jeder einzelne von uns kann irgendetwas besonders gut. Denn wir sind alle einzigartig. Wenn man sich das bewusst macht, stärkt man sein Selbstbewusstsein. Jeder von uns ist genauso wichtig wie der andere neben uns. Wer sich mit seinen Fehlern annimmt, hat schon viel erreicht. Und gemeinsam mit anderen über die eigenen Fehler zu lachen, ist der beste Weg zu mehr Mut und Selbstsicherheit.



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