Gefühle : Tipps bei Wutanfällen

Wer kann bei dem Bild noch wütend sein?! Es soll auch helfen, selbst Grimassen zu schneiden, wenn man wütend ist.
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Wer kann bei dem Bild noch wütend sein?! Es soll auch helfen, selbst Grimassen zu schneiden, wenn man wütend ist.

Was tun, wenn die Wut so riesengroß ist, dass man am liebsten ausrasten würde?

svz.de von
10. April 2015, 23:05 Uhr

Sechs Tipps, den Ärger in den Griff zu bekommen:

1. TIEF DURCHATMEN

In eine ruhige Ecke gehen, die Augen schließen und ein paar Mal ruhig ein- und ausatmen. Dabei an etwas Schönes oder Lustiges denken.

2. in den SPIEGEL Gucken

und GRIMASSEN

SCHNEIDEN

Ein grimmiges Gesicht kann sehr komisch aussehen. Wenn das nicht ausreicht, verrückte Grimassen schneiden. „Dann kommt automatisch auch das Lachen“, sagt ein Experte. Wer lacht, bei dem ist die Wut nur noch halb so schlimm.

3. BEWEGEN

Kocht die Wut auf einmal hoch? Dann nichts wie losrennen. Oder hüpfen, springen, Gymnastik machen. Das baut Stress ab. Mit der Entspannung wird die Wut weniger. Das hilft auch: Papier oder ein Handtuch zerknüllen und in die Ecke pfeffern.

4. NACHDENKEN

Was macht mich gerade so wütend? Ich kann traurig, enttäuscht oder genervt sein. Vielleicht bin ich auch nur müde und will meine Ruhe haben. Oder ich fühle mich ungerecht behandelt. Was auch hilft: die Gedanken aufschreiben.

5. REDEN, REDEN, REDEN

Manchmal haben andere Leute keine Ahnung, warum man sich so schrecklich über etwas aufregt. Oder sie finden es selbst nicht so schlimm. Also mutig sein und sagen, was man fühlt und denkt. Und was man sich vom anderen Menschen wünscht. Der muss dann natürlich gut zuhören.

6. EINFACH GEHEN

Wenn die Wut trotzdem immer noch riesig ist, hilft nur noch eins: Weggehen und sich jemanden suchen, mit dem man reden kann. Das können Eltern, Geschwister, Lehrer oder andere Freunde sein.

Ach so!

Warum werde ich wütend

Es gibt immer wieder Gründe, wütend zu werden. Die beste Freundin ruft einem Schimpfworte nach. Die anderen Kinder lassen einen nicht mitspielen. Oder der kleine Bruder hat das tolle Spielauto kaputtgemacht.

Da kann es schon mal vorkommen, dass man aus lauter Zorn andere schubst oder haut. „Wut kann sozusagen explodieren“, erklärt der Wutforscher Andreas Zick. Das kann passieren, wenn man nicht weiß, wie man sich sonst verhalten könnte. Es hat auch mit Angst zu tun: Ich habe Angst, meine Freunde zu verlieren, wenn keiner mit mir spielen will. Oder ich bin enttäuscht, weil alle so gemein zu mir sind. Doch Wutanfälle sind keine Lösung, denn dann gibt es noch mehr Streit. Die Menschen müssen deshalb lernen, ihre Gefühle zu kontrollieren, sagt der Forscher.

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