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Junge Zeitung

18. November 2017 | 15:17 Uhr

Hobby : Teresa tanzt Flamenco

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

An einer Wand hängen Bilder von Frauen in farbenprächtigen Gewändern – stolz schauen sie aus. Die Frauen sind berühmte Flamenco-Tänzerinnen. Die Bilder sind in einem Tanzstudio in der Stadt Berlin zu sehen.

An einer Wand hängen Bilder von Frauen in farbenprächtigen Gewändern – stolz schauen sie aus. Die Frauen sind berühmte Flamenco-Tänzerinnen. Die Bilder sind in einem Tanzstudio in der Stadt Berlin zu sehen. Dort lernen einige Mädchen, wie sie Flamenco tanzen. Sie haben sich herausgeputzt: Sie tragen einen langen Rock und Schuhe mit Absätzen.

„Die Absätze braucht man, damit das beim Tanzen lauter klingt“, erklärt Teresa. Die Zwölfjährige macht seit einem Jahr den Flamenco-Kurs für Kinder. „Flamenco ist ein Tanz mit sehr viel Gefühl. Ein sehr temperamentvoller Tanz.“ Das Aufwärmen beginnt aber erst mal mit einer wenig gefühlvollen Übung: „Wir fangen an mit dem 150-Kilo-Schritt“, sagt die Tanzlehrerin La Antonia und schaltet Gitarrenmusik an.

Das heißt, die Mädchen sollen sich vorstellen, sie seien superschwer. Sie stützen ihre Hände in die Hüften, heben den Rock ein wenig an und treten fest und laut mit ihren Absätzen auf den Boden auf. Im Saal klackert und knackt es.

Den Takt gibt La Antonia vor, indem sie mit der Zunge schnalzt. Zum Flamenco gehören nicht nur das Tanzen, sondern auch die Geräusche: das Absatzklackern oder das Schnalzen. Manchmal klatschen die Mädchen auch in die Hände, um den Rhythmus zu unterstützen.

Die nächste Übung ist schwieriger: Lang-kurz-kurz ist die Schrittfolge. „Keinen Stopp dazwischen machen“, mahnt La Antonia. „Sonst sieht das roboterhaft aus.“ Richtig schwierig wird es, als zu den Schritten die Handbewegungen kommen. Die Lehrerin zeigt, wie man langsam die Arme hebt und dabei rhythmisch die Hände kreist. Teresa kann das schon gut. „Ich hab's schnell gelernt“, sagt sie. „Flamenco ist gar nicht so schwer, wenn man den Trick raus hat.“ Der Trick ist, Hände und Füße gleichmäßig zu bewegen, ohne dabei allzu konzentriert auszusehen. Das Ganze soll ja elegant wirken. Jetzt wird es richtig laut im Saal: Die Gruppe steht in einer Reihe vor dem Spiegel und klackert mit den Schuhen.

Der Rhythmus der Musik wird immer schneller, und die Mädchen schlagen immer schneller die Absätze auf. Dabei halten sie Rücken und Kopf sehr gerade und sehen nach vorne. La Antonia klatscht und feuert die Mädchen an. Teresa und ihre Freundin bewegen ihre Füße immer schneller und schneller, bis die Musik aufhört. „Klasse!“, ruft die Lehrerin begeistert. Zum Schluss üben die Mädchen noch das Verbeugen. Es ist gar nicht so einfach, den Rücken dabei gerade zu halten. „Beim Flamenco lernt man, sich elegant zu bewegen“, sagt Teresa. „Außerdem lenkt das Tanzen ab, wenn man mal einen schlechten Tag hat.“

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