Kultur : Spannendes Museum

Im Freilichtmuseum Groß Raden können Besucher slawisches Handwerk hautnah erleben.
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Im Freilichtmuseum Groß Raden können Besucher slawisches Handwerk hautnah erleben.

Ein Museum muss nicht immer in einem großen Gebäude untergebracht sein. Museumshäfen und -dörfer sind unter freiem Himmel. So wie das Freilichtmuseum Groß Raden bei Sternberg. Hier wird Geschichte lebendig.

Ein verregnetes Wochenende und Langeweile? Wie wäre es mit einem Museumsbesuch? Die Auswahl ist groß. Es gibt nicht nur viele Museen für Kunst, Geschichte, Technik, Verkehr und Naturkunde, sondern auch Spielzeug- und Schulmuseen. Ein Museum muss nicht immer in einem großen Gebäude untergebracht sein. Museumshäfen und -dörfer sind unter freiem Himmel. So wie das Freilichtmuseum Groß Raden bei Sternberg. Hier wird Geschichte lebendig. Wissenschaftler haben eine Slawensiedlung originalgetreu wiederaufgebaut. So können heute Gebäude aus dem 9. und 10. Jahrhundert besichtigt werden.

Das Wort Museum stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet „Heiligtum der Musen“. Die Musen beschützten Kunst, Kultur und Wissenschaften. Und auch die Museen haben es sich zum Ziel gesetzt, wichtige Zeugnisse der Menschheitsgeschichte für spätere Generationen zu bewahren. Die ersten Museen waren oft Kunstsammlungen wohlhabender Menschen, die eines Tages von allen Interessierten besucht werden durften. Insbesondere im 19. Jahrhundert gründeten Bürger in mehreren Städten Museen.

Ein Museum stellt aber nicht nur Kunst aus. In Hamburg gibt es beispielsweise ein Museum der Arbeit. Manchmal ist ein Museum auch nur einer berühmten Person gewidmet, die dort gelebt oder gearbeitet hat. Es gibt viele berühmte Museen auf der ganzen Welt. Manche Leute reisen extra nach Paris, weil sie unbedingt einmal in den Louvre, ein weltberühmtes Kunstmuseum, gehen möchten. In Berlin wimmelt es nur so von Museen. Aber auch kleinere Städte haben oft Interessantes zu bieten.

Eure Eltern fanden als Kinder Museumsbesuche in Deutschland oft langweilig, weil sie dort immer leise sein mussten, nichts anfassen durften und die Erklärungen an den Schaukästen schwer zu verstehen waren. Das ist inzwischen anders. Oft gibt es Audioguides auch für Kinder. Über Kopfhörer kannst Du spannende Hörspielszenen passend zur Ausstellung hören.

Die Idee, ein Museum so zu gestalten, dass auch Kinder es gern besuchen, hatte der US-Amerikaner William Henry Goodyear. Schon 1899 eröffnete er das weltweit erste Kindermuseum in New York. In Deutschland gibt es Kinder- und Jugendmuseen erst seit rund 20 Jahren. Dort können die Besucher vieles selbst ausprobieren.

Tipps:
• Müritzeum in Waren/Müritz (www.mueritzeum.de)
• Phänomenta in Peenemünde (www.phaenomenta-peenemuende.de)
• Labyrinth-Kindermuseum Berlin (www.labyrinth-kindermuseum.de)
• Mach mit! – Museum für Kinder in Berlin (www.MachMitMuseum.de)
• Dresdner Kindermuseum/Deutsches Hygiene-Museum (www.dhmd.de)
• Kl!ck – Kindermuseum in Hamburg (www.klick-kindermuseum.de)


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