Naturwissenschaft : Sommersonnenwende

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Wie kommt es eigentlich zu den Jahreszeiten?

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22. Juni 2015, 16:53 Uhr

Bald ist es nicht mehr lang bis die großen Ferien anfangen. Jeder freut sich auf den Sommer. Aber wie kommt es eigentlich zu den Jahreszeiten? In 24 Stunden dreht sich die Erde einmal um sich selbst. In dem Moment, wo sie sich von der Sonne wegdreht, beginnt die Nacht und auf der anderen Seite der Erde wird es Tag. Zusätzlich dreht sich die Erde in genau einem Jahr einmal um die Sonne. Dabei ist die Bahn, auf der sie um die Sonne kreist aber nicht ganz rund, sondern eher eiförmig. So eine Form nennt man Ellipse. Unser Erdball bewegt sich also auf einer elliptischen Bahn um die Sonne.

Das alles allein bewirkt aber noch keine unterschiedlichen Jahreszeiten. Unser Heimatplanet, wie man die Erde auch nennt, steht nämlich nicht ganz grade im Weltall. Die Erdachse ist eine gedachte gerade Linie, um die sich der Planet dreht. Diese Achse steht etwas geneigt im Weltall bezüglich der Ebene ihrer Umlaufbahn. Man könnte auch sagen, dass wir schief im Weltall stehen, aber das ist wissenschaftlich sicher nicht ganz korrekt. Der Erdball hat immer eine Neigung von 23,5 Grad, wenn er auf seiner Bahn um die Sonne wandert – und genau das ist der Grund für unsere Jahreszeiten. Durch diese Neigung bekommt die Erde nicht immer gleich viel Sonnenlicht ab. Je nachdem, wo sie sich auf ihrer elliptischen Bahn befindet, ist mal die Nordhalbkugel, dann wieder die Südhalbkugel der Sonne mehr zugeneigt. Der Einfallswinkel des Sonnenlichtes an einem Punkt auf der Erde ändert sich also ständig. Je steiler der Winkel, desto kleiner ist die Fläche, auf die die Sonnenstrahlen treffen und desto kürzer scheint die Sonne am Tag.

Der 21. Juni ist der Tag im Jahr, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel der Erde am längsten scheint. Rund um den Nordpol sogar 24 Stunden. Außerdem ist es die kürzeste Nacht des Jahres für alle, die auf der nördlichen Hälfte der Erde leben. Es ist der Tag der Sommersonnenwende. Nach diesem Tag werden die Tage langsam wieder kürzer und die Nächte länger. Klar, dass viele Menschen schon seit Urzeiten diesen Tag als etwas Besonderes ansahen. So gibt es viele Bräuche. In Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen wird die Sommersonnenwende ganz besonders gefeiert. Man nennt es Mittsommerfest. Hier oben sind die Winter ganz besonders lang und dunkel. An manchen Orten wird es sogar niemals hell zur Winterzeit. Daher freuen sich alle, wenn es endlich wieder hell und warm ist. Auf Schwedisch sagt man „Midsommar“. Es wird ein Midsommarbaum geschmückt: ein Holzkreuz mit zwei Kränzen daran, Blumen und Laub. Fast wie in Bayern der Maibaum, der jedes Jahr erneut aufgestellt wird. Die Mädchen tragen bunte Blumenkränze auf dem Kopf und alle ziehen ihre Trachten an. Es gibt leckeres Essen und man tanzt bis in die Nacht hinein.

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