Planung : So baut man eine Großstadt

Animation der geplanten „Maidar City“: In der Mongolei soll eine völlig neue Großstadt entstehen.
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Animation der geplanten „Maidar City“: In der Mongolei soll eine völlig neue Großstadt entstehen.

Stefan Schmitz ist Stadtplaner. Nach seinen Plänen entsteht gerade eine komplett neue Stadt – in der Mongolei.

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28. April 2015, 23:44 Uhr

Einmal im Monat steigt Stefan Schmitz in ein Flugzeug. Dann fliegt er um die halbe Welt. Sein Ziel: die Mongolei. Das ist ein riesiges Land mitten in Asien. Stefan Schmitz macht in der Mongolei aber keinen Urlaub. Der Mann ist zum Arbeiten dort. Denn dort entsteht gerade eine neue Großstadt – nach den Plänen von Stefan Schmitz. Der 60-Jährige hat sich die neue Stadt sozusagen ausgedacht. Er ist Stadtplaner von Beruf.

Bei der Arbeit des Stadtplaners geht es aber nicht darum, einzelne Häuser zu entwerfen. Stefan Schmitz überlegt vielmehr, wie die Stadt als Ganzes aussehen soll. Also welche Form sie zum Beispiel haben soll. Er plant, wo die Straßen verlaufen oder wie die Wohnviertel aufgebaut sein sollen. Oder wo Platz für eine Schule sein muss, für einen Spielplatz, einen Fußballplatz oder einen Supermarkt.

Die neue Stadt trägt den Namen Maidar City (gesprochen: maidar sitti). Der Name Maidar hat etwas mit einer riesigen Buddha-Statue zu tun. Diese soll der Mittelpunkt der neuen Stadt werden. Momentan ist von der neuen Stadt allerdings noch nicht viel zu sehen. Denn die Bauarbeiten haben erst begonnen. Es wird noch viele Jahre dauern, bis Maidar fertig ist. Dann sollen etwa 300000 Menschen dort ein neues Zuhause finden. „Am Anfang war nur eine ganz kleine Siedlung geplant. Doch nach und nach wurde daraus eine richtige Großstadt“, sagt Stefan Schmitz. Deshalb musste der Fachmann seine Pläne immer wieder überarbeiten und neu machen.

Aber das ist noch nicht das Besondere an der Stadt. Wenn alles nach Plan läuft, wird Maidar eine sehr umweltfreundliche Großstadt. „Es soll dort zum Beispiel nur wenige Autos geben“, verrät der Experte. Alles soll zu Fuß erreichbar sein. Oder mit dem Fahrrad oder dem Bus.

Bald steigt Stefan Schmitz wieder in ein Flugzeug – und fliegt um die halbe Welt. Mal schauen, wie es mit seiner Großstadt weitergeht. 

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