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Interview : Sicher in die Schule

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Autofahrer, die zu dicht an einen heranfahren, nerven total / Schüler erfinden Warnsystem für Radfahrer

Mit dem Fahrrad fahren viele Kinder zur Schule. Manchmal gibt es aber keine Fahrradwege und man muss auf der Straße fahren. Das kann gefährlich sein. Denn viele Autofahrer fahren zu nah an Radfahrern vorbei. Max Hentges und sein Freund Nigel Rising aus Berlin haben deswegen ein Gerät gebaut. Es warnt Radfahrer, wenn ein Auto zu nah kommt. Damit haben die beiden beim Wettbewerb „Jugend forscht“ mitgemacht. Max erzählt Silke Katenkamp, wie das Gerät funktioniert.

Wie seid ihr auf die Idee für eure Erfindung gekommen?

Max: Auf meiner Straße fahren die Autos viel zu nah an die Fahrradfahrer heran. Das ist gefährlich, denn viele Unfälle passieren, weil ein Auto einen Radfahrer überholt und dabei zu nah heranfährt. Also wollte ich ein Gerät bauen, das mich warnt, wenn das passiert. Und genau aufzeichnet, wann und wo es passiert.

Wie funktioniert die Erfindung?

Das Gerät gibt Warnsignale, wenn ein Auto zu nah an den Radfahrer herankommt. Es macht einen hohen Ton bei einem Abstand zwischen 3 und 50 Zentimetern. Wenn die Autos zwischen 50 und 80 Zentimeter entfernt sind, macht es einen tieferen Ton. Wenn ein Auto sich nähert oder zu nah ist, leuchten Warnlichter auf. Außerdem macht das Gerät ein Bild vom Nummernschild des Autos. Es sendet den Standort des Fahrzeugs. Das wird aufgezeichnet und bei Google Earth angezeigt. Dort sieht man dann genau, wann und wo es passiert ist.

Habt ihr das Gerät auf der Straße ausprobiert?

Ja, wir haben es im Verkehr ausprobiert und es funktioniert. Hinterher konnten wir auf einer Karte die Linie sehen, die wir gefahren sind. Und auch die Orte, wo uns Autos zu nah gekommen sind, und den Zeitpunkt. Die meisten Autos waren uns zu nah gekommen.

Wie lange hat es gedauert, das Gerät zu bauen?

Es hat etwa sechs bis sieben Monate gedauert. Ich habe es zu Hause an den Wochenenden und den freien Tagen gemacht. Mein Freund Nigel hat mir manchmal dabei geholfen, weil es alleine nicht so viel Spaß gemacht hat.

Ist es schlimm, dass ihr nicht den ersten Preis gewonnen habt?

Nein. Die anderen Projekte sind auch sehr gut gemacht. Wir haben ja den Regional-Wettbewerb von Jugend forscht gewonnen. Das ist auch gut.

Was hast du nun vor mit deiner Erfindung?

Viele Leute in der Schule möchten so ein Gerät haben. Sie finden, dass es eine gute Idee ist. Deswegen möchte ich es gern produzieren. Ich habe dafür ein Patent angemeldet. Das bedeutet, dass eine Firma meine Erfindung nicht einfach so nachbauen darf.

Möchtest du später auch als Erfinder arbeiten?

Ich werde nächstes Jahr wieder bei Jugend forscht mitmachen. Womit, dafür habe ich noch keine Idee. Aber als Beruf möchte ich Mediziner werden.

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