Das thema : Schweben auf dem Wasser

Einige Hovercraft-Boote schaffen 150 Kilometer die Stunde! Das ist schneller, als die meisten Autos auf der Autobahn fahren.
Einige Hovercraft-Boote schaffen 150 Kilometer die Stunde! Das ist schneller, als die meisten Autos auf der Autobahn fahren.

Sie rauschen über Seen, Eis, Sand und Wiesen: Luftkissenboote / Das schaffen sie mit spezieller Technik

svz.de von
12. Juni 2014, 17:11 Uhr

Mit lautem Getöse rauscht Axel Ostwald über den See. Er steuert sein Boot nach links, nach rechts – dann dreht er plötzlich ab und fährt geradewegs aufs Land zu. Er rast näher und näher, doch Axel Ostwald gibt weiter Gas. Dann kommt die Wiese, das Boot hopst – und fährt einfach so auf dem Gras weiter.

Kann gar nicht sein? Geht doch! Axel Ostwald lenkt nämlich kein gewöhnliches Boot, sondern eine Hovercraft-Maschine. Das Wort Hovercraft ist englisch und heißt Luftkissen-Fahrzeug. Man spricht es Howerkraaft aus. „Ein Hovercraft-Boot wird mit Luft fortbewegt. Es fährt also eigentlich nicht –es schwebt“, erklärt Axel Ostwald. Er ist Ingenieur und entwickelt die besonderen Boote auch.

Hovercraft-Boote sehen so ähnlich aus wie Schlauchboote, mit riesigen Propellern auf der Hinterseite. Auf manchen sitzen auch zwei Propeller. „Die Propeller bringen das Boot zum Schweben und bewegen es auch vorwärts“, erklärt der Fachmann. Wie das geht? So: Das, was wie ein Schlauchboot aussieht, ist eigentlich eine Gummi-Hülle. Sie ist meist schwarz und liegt wie eine Schürze um das Boot. Darunter verbirgt sich der Rumpf des Schiffs, also die eigentliche Schale des Boots. Die Schale ist geformt wie eine Badewanne – sie ist unten flach. Wirft der Pilot nun den Motor des Hovercraft-Fahrzeugs an, setzen sich die Propeller in Bewegung. Sie drehen sich wie ein Ventilator schnell im Kreis und wirbeln dabei eine Menge Luft auf.

Einen Teil der Luft drücken sie nun unter den Rumpf des Bootes. „Die Gummi-Schürze sorgt dafür, dass die Luft von dort nicht wieder abhaut“, erklärt Axel Ostwald. Sie bleibt immer in Kontakt mit dem Boden. So hebt das Boot unter der Schürze einige Zentimeter vom Boden ab – und schwebt wie auf einem Kissen auf Luft.

„Hovercraft-Boote fahren auf allen Flächen, die eben sind“, sagt der Fachmann. „Gefrorene Seen, breite Flüsse, Straßen.“ Auch über Wiesen oder im Wattenmeer kommen die Fahrzeuge prima voran. „Mit dem Hovercraft-Boot schwebe ich über alles hinweg“, sagt Axel Ostwald.

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