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Wettbewerb : Schüler starten selbst gebaute Mini-Satelliten

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr als 50 Schüler aus ganz Deutschland haben selbst gebaute Mini-Satelliten um die Wette fliegen lassen. Mit Raketen wurden die Geräte auf dem Flugplatz in Rotenburg in 1000 Meter Höhe geschossen.

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 13:23 Uhr

Die Satelliten sind so groß wie eine Getränkedose und stammen aus Schullabors. Doch funktionieren sollen sie ähnlich wie ihre großen Vorbilder. 52 Schüler habn ihre selbstgebastelten Satelliten in Rotenburg in Niedersachsen starten lassen. Zehn Teams aus acht Bundesländern haben sich für den ersten deutschen „CanSat“-Wettbewerb qualifiziert. Die Sieger sollen am Freitag feststehen.

Monatelang haben Philipp und seine Mitschüler vom Ökumenischen Gymnasium in Bremen an ihrem Modell getüftelt. Jetzt freuen sie sich auf den Start und hoffen, dass alles funktionieren wird. „Wir sind ein bisschen nervös“, gesteht der 15-jährige Philipp. Denn testen konnten sie ihren Satelliten nur im Fall aus wenigen Metern Höhe. Nun steht ihm der Härtetest bevor: Mit einer Rakete wird der Satellit in die Luft steigen und aus 1000 Metern Richtung Boden schweben. Dabei soll er allerhand Daten sammeln und zur Erde übertragen. Die Aufgaben der Satelliten sind ganz unterschiedlich. „Die Schüler haben sich eine eigene Mission gesucht“, erläutert Dirk Stiefs vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremen.

Ein Team aus Bayern will zum Beispiel ein System testen, mit dem sich das Taumeln bei einem Sprung aus der Stratosphäre wie bei dem des Extremsportlers Felix Baumgartner verhindern lässt. Eine andere Gruppe aus Cuxhaven will mit einem extra leichten Satelliten verschiedene Gase messen. Die Bremer wollen zum Beispiel die Suche nach außerirdischem Leben auf anderen Planeten simulieren. Dafür soll ihr Modell UV-Strahlung, Luftfeuchtigkeit und Kohlendioxid bestimmen. Eine Kamera soll außerdem die Erdoberfläche fotografieren.

Die einzelnen Bauteile mussten die sechs Jugendlichen im Internet zusammensuchen, dann verlöten und die Software programmieren. „Das war ziemlich viel Arbeit“, sagt der 16-jährige Fabio. Doch nicht nur technisch war das Projekt eine Herausforderung. „Das soll wie eine richtige Raumfahrtmission sein“, sagt DLR-Experte Dirk Stiefs.

Welches Team das beste ist, bestimmt eine Jury. Die Sieger werden dann im nächsten Jahr gegen junge Satellitenbauer aus ganz Europa antreten. „CanSat“ setzt sich aus dem englischen „can“ für Dose und der Kurzform für Satellit zusammen.

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