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Tierwelt : Schnelle Echsen: Krokodile

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Tiere können bis zu zehn Meter lang und bis zu 100 Jahre alt werden.

Seit der Zeit der Dinosaurier vor 230 Millionen Jahren leben sie auf der Erde. Die Nachfahren der Dinos gehören zu den Reptilien, sind also wechselwarme Tiere. Ihre Körpertemperatur hängt von der Umgebungstemperatur ab. Krokodile benötigen es warm. Sie leben in Süd- und Mittelamerika, in Afrika, in Asien und Australien in Seen und Flüssen. Je nach Art können sie zwischen 1,20 und 9 Meter lang und bis zu 100 Jahre alt werden.

Sie werden durch ihren Panzer aus Horn und verknöcherten Platten geschützt. Daher nennt man sie Panzerechsen. Die Hornplatten sind beweglich, so dass sie sich gut bewegen können. Auch wächst die Haut mit. Und Krokodile wachsen ihr Leben lang. Das Größte ist das Leistenkrokodil mit einer Länge bis zu 10 Metern.

Man unterteilt sie in drei Gruppen: echte Krokodile, die in Afrika und Asien leben, Alligatoren und Kaimane, die in Amerika leben und Gaviale, die nur in Indien vorkommen. Gaviale haben eine lange dünne Schnauze, echte Krokodile verfügen über Kiefergruben. Darin findet der größte Zahn des Unterkiefers bei geschlossenem Maul Platz. Alligatoren haben eine breitere Schnauze als die anderen. Krokodile besitzen bis zu 70 messerscharfe Zähne, die immer wieder nachwachsen, wenn sie herausfallen. Dennoch können sie nicht kauen, weil ihr Unterkiefer unbeweglich ist. Nur der Oberkiefer lässt sich bewegen.

Hat ein Krokodil einmal zugebissen, lässt es die Beute nie mehr los und zieht sie unter die Wasseroberfläche. Es schluckt sie ganz. Ist der Fang größer, drehen sie sich damit im Wasser um sich selbst, um ein Stück herauszureißen.

Krokodile schlucken auch Steine. Diese dienen dazu, dass das Fleisch im Magen zerkleinert wird und damit sie im Wasser schwerer sind. Denn sie lauern dort oft stundenlang, halten nur die Augen, Ohren und die Nasenlöcher aus dem Wasser. So kann man sie nicht sehen. Sie bemerken mit ihren feinen Sinnen alles, was passiert. Im Wasser und an Land bewegen sie sich geschickt und schnell. Ihr Schwanz dient als Ruder. Die Nächte verbringen sie im Wasser, am Tag lieben sie es, in der Sonne an Land zu liegen. Wenn man sie träge daliegen sieht, kann man sich nicht vorstellen, dass sie bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell sein können.

Sie legen bis zu 80 Eier in ein Nest am Ufer. Diese werden von der Sonnenwärme ausgebrütet. Je nachdem wie warm es ist, schlüpfen nach 10 Wochen Männchen (bei 34 Grad Celsius) oder Weibchen (bei 30 Grad Celsius). Es gibt viele Feinde, die die Jungen fressen wollen. Die Krokodilmutter hilft den Kleinen ins Wasser zu gelangen. Ausgewachsene Tiere haben als Feind nur den Menschen. Leider jagt man sie immer wieder wegen ihrer schönen Haut. Tierschützer fordern ein Jagdverbot.

Wenn die Echsen ihr Maul sehr weit aufreißen, schießen ihnen Tränen in die Augen. Es sind also falsche Tränen. Daher sagen wir, wenn jemand nur so tut, als ob er traurig ist, er weine „Krokodilstränen“.

Autorin: Silvia Friedrich

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