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Schauspielerei : Schnell zur nächsten Szene

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anna-Katharina Samsel spielt in der TV-Serie „Alles was zählt“ mit / Was leicht aussieht, ist harte Arbeit

svz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 16:15 Uhr

Anna-Katharina Samsel sitzt auf einem breiten dunklen Sofa. Gegenüber an der Wand hängt ein großer Bildschirm. Oben rechts steht in roter Farbe: +70. „Das bedeutet, das Team für den Außendreh hängt schon 70 Minuten hinterher“, sagt die Schauspielerin. Kein Wunder, denn es regnet gerade mal wieder in Strömen. Der Dreh musste deshalb unterbrochen werden. „Das bedeutet wohl Überstunden“, sagt Anna-Katharina und lächelt.

Die Schauspielerin mit den langen braunen Haaren spielt in einer sehr bekannten Serie mit. Sie heißt „Alles was zählt“ und läuft unter der Woche jeden Abend auf dem Fernsehsender RTL. Die Serie wird in der Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen gedreht. Dort gibt es ein riesiges Studio. Es sieht aus wie eine Lagerhalle und steht voller Kulissen.

Momentan hat Anna-Katharina noch Mittagspause. Aber nicht mehr lange. Auf dem großen Bildschirm ist schon ein hellblaues K zu erkennen. Das K steht für Anna-Katharina. Jeder Schauspieler in der Serie hat so eine Abkürzung. In ein paar Minuten geht es also weiter. Die nächste Szene wird gedreht.

Bei einer Serie wie dieser geht alles Schlag auf Schlag. Denn jede Woche müssen sechs Folgen fertig werden. „Deshalb gibt es bei uns einen strengen Zeitplan“, sagt die 29 Jahre alte Schauspielerin. Für jede Szene hat das Drehteam nur etwa 20 Minuten Zeit. „Sonst würden wir das alles gar nicht schaffen“, erklärt Anna-Katharina. Deshalb ist es auch wichtig, dass alles auf Anhieb klappt – oder zumindest fast.

Zuerst proben die Schauspieler ihre Szene. Dann wird noch mal mit der Technik geprobt, also zum Beispiel mit Licht und Ton. Und dann wird auch schon gedreht. „Für jede Kamera-Einstellung gibt es drei Versuche“, sagt Anna-Katharina. Dann kommt auch schon die nächste Szene dran. „Wir Schauspieler müssen deshalb immer super vorbereitet sein“, erklärt sie. Wer seinen Text nicht kann, nervt nicht nur die anderen. Er bringt auch den ganzen Zeitplan durcheinander.

Deshalb lernt Anna-Katharina fast ständig ihren Text, zum Beispiel am Abend vor dem Dreh oder morgens in der Maske. „Ich kann mir die Texte aber sehr leicht merken“, verrät sie. Sobald die Szene dann fertig ist, vergisst sie den Text aber wieder – und zwar ganz schnell.

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