Technik : Roboter spielt Tischtennis

In einem Video spielt dieser Roboter gegen den Tischtennis-Profi Timo Boll. In Wirklichkeit kann die Maschine aber nicht so gut spielen.
In einem Video spielt dieser Roboter gegen den Tischtennis-Profi Timo Boll. In Wirklichkeit kann die Maschine aber nicht so gut spielen.

Mensch gegen Roboter:  Sportprofi Timo Boll ist nun in einem Video gegen eine Maschine angetreten

svz.de von
27. März 2014, 14:24 Uhr

Timo Boll schmettert. Er hechtet dem Ball hinterher. Doch was er auch macht, sein Gegner hat fast immer einen besseren Schlag parat. Dabei gehört Timo Boll zu den besten Tischtennisspielern der Welt. Seit Kurzem ist dieses besondere Duell in einem Video im Internet zu sehen. Timo Bolls Gegner hat einen eigenartigen Namen: Agilus. Kein Wunder, Agilus ist nämlich kein Mensch, sondern ein Roboter.

Ein Roboter, der Tischtennis spielt? Das klingt aufregend. Doch so einfach ist das nicht. Bei dem Video wurde nämlich ein bisschen getrickst. Ein Roboterhersteller aus Deutschland will damit Werbung für seine Roboter machen. Sie werden eigentlich nicht zum Tischtennisspielen eingesetzt, sondern zum Beispiel in Firmen. Dort picken die Roboter etwa Dinge vom Fließband.

Mit einem Tischtennisprofi mithalten, können Agilus und ähnliche Maschinen noch nicht. Doch Roboter, die Tischtennisbälle hin und her spielen, gibt es tatsächlich. Auch wenn sie dabei eher wie Anfänger aussehen. Dahinter steckt eine komplizierte Technik. Oft benutzen Forscher dazu besondere Kameras. Sie können irgendwo im Raum angebracht sein, oder am Kopf des Roboters, erklärt ein Fachmann. Während des Spiels nehmen sie mehrere Dinge auf: etwa wie schnell und hoch der Ball fliegt.

Diese Informationen leiten die Kameras an einen Computer weiter. So rechnet der Computer aus, wo der Ball ungefähr aufspringen wird. Nun sagt er dem Roboter, was er zu tun hat: Wohin er sich bewegen soll, wie er den Schläger halten und wie fest er schlagen soll zum Beispiel. Wenn alles gut läuft, schlägt der Roboter den Ball zurück auf die Platte – am besten natürlich auf die richtige Seite.

Manche Dinge machen den Robotern das Spielen aber noch schwer, wie das Tempo. Je fester der Tischtennisspieler schlägt, desto schneller fliegt der Ball. Desto weniger Zeit hat der Roboter also, die Flugbahn des Balles zu berechnen.

Auch die Kameras müssen ziemlich schnell sein, damit sie alles Wichtige aufzeichnen. Dazu kommt: Jeder Ball fliegt beim Tischtennis etwas anders. Je nachdem, wie man den Schläger beim Schlagen hält. Davon hängt mit ab, wie der Ball am Ende abspringt.

Das alles müssen nicht nur echte Tischtennisspieler beachten, sondern auch Roboter. Spielt man ihnen die Bälle langsam und im hohen Bogen zu, können sie mithalten. Doch wenn Timo Boll ernst macht, haben sie keine Chance – zumindest heutzutage noch nicht.

Video zum Tischtennis-Duell:

www.youtube.com/watch?v=

tIIJME8-au8

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