zur Navigation springen

Tierwelt : Riesen-Robben mit Rüssel

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

See-Elefanten sehen an Land aus wie träge Klopse – doch im Wasser sind sie wendige Räuber.

Was ist denn hier los? Am Strand herrscht ein unheimliches Gedränge. Hunderte, ja Tausende Gestalten wälzen sich im Sand. Schon von Weitem hört man sie laut grunzen und dröhnen. Puh, und dieser Gestank! Was der Wind da vom Strand herüberweht, ist alles andere als appetitlich. Und was da faul in der Sonne liegt, sind auf keinen Fall menschliche Badegäste. Das sind See-Elefanten!

See-Elefanten sind die größten Robben der Welt. Dabei sind die Ungetüme an diesem Strand an der Westküste der USA noch von der kleinen Sorte. Es sind Nördliche See-Elefanten. Sie können so lang und so schwer wie ein Kleinwagen werden. Die See-Elefanten, die nah an der Antarktis wohnen, werden noch größer! Sie heißen Südliche See-Elefanten.

Die Männchen der See-Elefanten erkennt man gut an ihrer großen Nase. Die können sie aufpusten, um damit Artgenossen zu beeindrucken. Die Nase sieht aus wie ein kurzer Rüssel. Deswegen haben die Tiere auch ihren Namen bekommen. Mit den Elefanten, die in Afrika und Asien leben, haben die Tiere aber nichts zu tun.

Es sieht schon ein bisschen drollig aus, wie träge die riesigen Tiere am Strand herumliegen. Doch der Anblick täuscht. Die walzenförmigen Faulpelze können unheimlich schnell und sehr elegant sein. Aber nur, wenn sie im Wasser sind. Dann zeigen die See-Elefanten, was für tolle Schwimmer und geschickte Räuber sie sein können. Sie ernähren sich vor allem von Fischen und Tintenfischen.

Einen See-Elefanten unter Wasser zu beobachten, ist aufwendig. Deshalb haben Wissenschaftler einzelnen Tieren einen kleinen Elektro-Chip verpasst. So ließen sich die Wege der Riesen-Robben am Computer verfolgen. Die Tierforscher fanden dabei heraus: See-Elefanten können mehr als 2000 Meter tief tauchen. Und sie können mehr als anderthalb Stunden unter Wasser bleiben. Danach müssen sie wieder an die Oberfläche, um Luft zu holen.

Autor: Philipp Brandstädter

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen