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Junge Zeitung

16. Dezember 2017 | 21:44 Uhr

kiz : Putzige Tiere mit Stacheln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Igel sieht niedlich aus – trotzdem dürft ihr ein gesundes Tier nicht einfach mit nach Hause nehmen.

svz.de von
erstellt am 27.Okt.2015 | 06:23 Uhr

Sie sehen putzig aus und machen lustige Geräusche: Wenn Igel sich unterhalten, dann schnauben und schnaufen sie, manchmal fauchen sie sogar. Wer sie beobachten möchte, muss Geduld haben, denn tagsüber schlafen sie.

Igel findet man in Gärten und Parks, wo sie sich in Hecken und im Gebüsch aufhalten. Sie verstecken sich auch gern unter Laub- und Holzhaufen. Erst in der Dämmerung werden sie munter und suchen nach Nahrung.

Dabei hilft ihnen vor allem ihr guter Geruchssinn. Sie fressen gern Käfer, Regen- und Ohrwürmer, Schnecken, Spinnen und Tausendfüßler. Auch junge Mäuse verdrücken sie. Gräser, Obst und Gemüse futtern Igel nur im Notfall. Erwachsene Igel sind zwischen 24 und 28 Zentimeter lang und 800 bis 1500 Gramm schwer. Sie können bis zu sieben Jahre alt werden.

Igel erkennt man ganz leicht an ihren Stacheln. Ein einziger Igel hat zwischen 6000 und 8000 Stacheln! So ein Stachelkleid ist schwer sauber zu halten. Igel haben deshalb oft Zecken oder Flöhe. Gleichzeitig sind die Stacheln ein toller Schutz, denn bei Gefahr rollen sich die Tiere zusammen und richten die Stachel auf.

Im Sommer und im Herbst fressen sich Igel ein richtiges Fettpolster für ihren Winterschlaf an, der beginnt, sobald es draußen kalt wird. Sie suchen sich dann ein gemütliches und geschütztes Plätzchen und bauen dort ein Nest. Eingerollt schlafen sie bis zum Frühjahr. In dieser Zeit sinkt ihre Körpertemperatur von 34 auf vier Grad. Ihr Herz scheint kaum noch zu schlagen auch der Atem wird ganz langsam.

Die Igel verbrauchen so wenig Energie, dass sie monatelang nur von ihrem Fettpolster leben. Manchmal wachen sie auch im Winter kurz auf, schlafen dann aber gleich weiter. Das ist von der Natur klug eingerichtet, denn im Winter würden die Igel kaum etwas Essbares finden. Wenn Sie dann im März oder April aufwachen, haben sie tüchtig abgenommen und müssen sich auf Futtersuche machen.

Wenn Ihr einen Igel seht, stellt ihm keine Milch hin! Davon kann er sehr krank werden. Besser sind ungewürztes Rührei oder Dosenfutter für Hunde und Katzen. Igel dürfen übrigens nicht einfach mit nach Hause genommen werden. Wenn Ihr junge Igel seht, beobachtet sie einige Stunden. Oft sitzt die Mutter in einem nahen Versteck und die Kleinen brauchen keine Hilfe von Euch.

Anders ist es mit kranken oder verletzten Igeln. Sie sind daran zu erkennen, dass sie tagsüber unterwegs sind. Auch Igel, die bei Frost aktiv sind, anstatt Winterschlaf zu machen, brauchen wahrscheinlich Hilfe. Am besten ist es, jemanden zu fragen, der sich mit Igeln auskennt, zum Beispiel den nächsten Tierarzt.

Autorin: Maren Herbst

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