zur Navigation springen

Das Thema : Probleme beim Sprechen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Am 22. Oktober ist der Welttag des Stotterns / Betroffene sind nicht allein / Es gibt Möglichkeiten zur Behandlung

svz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 17:26 Uhr

Bei manchen wird es richtig heftig, wenn sie aufgeregt sind. Bei anderen, wenn sie im Stress sind. Dann schaffen sie es nicht mehr, flüssig zu sprechen. Sie wiederholen etwa Silben, zum Beispiel: „Wiewiewie geht es dir?“ Oder sie dehnen manche Buchstaben besonders lang, etwa: „Waaas machst du?“: Die Menschen stottern.

Warum es manchen Leuten so geht und anderen nicht, wissen selbst Fachleute nicht genau. Fest steht allerdings, dass die Sprechwerkzeuge der stotternden Menschen – also Mund und Zunge – nicht kaputt sind. Stottern ist vielmehr einfach eine Störung beim Sprechen.

Diese Störung haben nicht wenige Menschen: In Deutschland sind es etwa 800 000 Leute. Vor allem stottern viele Kinder. Bei ihnen verschwindet das Stottern jedoch oft von selbst wieder. Oft hilft ihnen auch eine spezielle Behandlung.

Um über das Thema Stottern zu informieren, gibt es den Welttag des Stotterns. Er ist jedes Jahr am 22. Oktober, also an diesem Mittwoch. Der Tag soll unter anderem auf die Probleme von stotternden Menschen aufmerksam machen. Wenn du mehr über das Thema wissen willst, etwa was man dagegen machen kann, kannst du hier nachsehen: www.bvss.de.

Gut zu wissen

So hilfst du stotternden Menschen

Vielleicht kennst du auch jemanden, der stottert. Manchmal merkt man schnell: Das ist gar nicht so einfach für denjenigen. Stotternde leiden oft unter ihrer Sprech-Störung. Doch du kannst ihnen helfen.

Wichtig ist zum Beispiel, dass du die Leute in Ruhe ausreden lässt. Stotternde wissen meist genau, was sie sagen wollen. Man muss ihnen nur Zeit lassen. Es hilft gar nicht, wenn du ihre Sätze zu Ende bringst. Also falle dem Stotternden am besten nicht ins Wort. Versuche vielmehr, den Menschen ruhig und direkt anzusehen, während er redet. So gibst du ihm das Gefühl: Es ist okay, nimm dir die Zeit.

Blöde Witze gehen gar nicht. Stotternde leiden oft schon genug, da muss man nicht noch reinhauen. Spar dir auch gut gemeinte Ratschläge – das setzt sie nur unter Druck.

Sei einfach entspannt und geduldig, damit hilfst du am meisten. Viele Stotterer können nämlich oft dann flüssig sprechen, wenn sie keine Angst haben und sich wohlfühlen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen