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Ehrung : Preis für Schweriner Schüler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Bundesrat in Berlin wurden gestern die besten Schülerzeitungen Deutschlands ausgezeichnet

Im Bundesrat in Berlin belegten gestern neugierige Schüler aus ganz Deutschland die Plätze, auf denen sonst über die große Politik debattiert wird. Sie alle hatten Artikel ihrer Schülerzeitung beim Bundeswettbewerb „Früh übt sich“ eingereicht. Es gab 1900 Einsendungen. Darunter haben auch zwei Schweriner Zeitungen die Juroren überzeugt: „Knuutsch“ der Werner-von-Siemens-Schule und „Der Gymnasier“ des Fridericianums. Insgesamt gab es 35 Preise in acht Kategorien.

Die beiden Freundinnen Saskia Siegert (16) und Franziska Beckmann (17) schreiben seit zwei Jahren im Wahlpflichtunterricht für die Zeitung „Knuutsch“, die von ihrer Lehrerin betreut wird. Sie sind sehr stolz auf den Preis. Ihnen liegt sehr daran, dass soziale Themen den Weg in ihre Zeitung finden. Sie bleiben dabei sehr nah an ihren Mitmenschen und zeigen, dass das Leben trotz Schwierigkeiten auch ganz anders aussehen kann.

Sie haben über die Drogensucht eines Vaters geschrieben, die das ganze Familienleben belastet. Dabei bleiben sie sachlich, authentisch und gieren nicht nach Effekthascherei. Professionell schreibt Saskia Siegert auch über ihr eigenes Schicksal: ihre Herzkreislaufkrankheit und die schwerwiegende Erkrankung ihrer Eltern. Sie beschreibt, wie es ihr gelungen ist, ihr Leben zu meistern. Sie macht Mut und findet es schade, dass die älteren Klassen lieber Party machen.

Die drei Freundinnen aus dem Fridericianum, Anna Motzkus (16), Jette Kleindienst (19) und Mirya von Engelhardt (18), bringen ihren „Gymnasier“ ohne Hilfe eines Lehrers heraus. Bereits mit ihrer ersten Ausgabe haben sie den Sonderpreis „Wege ins Ausland“ erhalten. Sie verfassten einen spannenden Artikel über ein Auslandssemester. Sie verbreiteten Lust, die große weite Welt zu erkunden. Das Schreiben und Organisieren macht ihnen Spaß und sie treffen sich in ihrer Freizeit. Vorurteile, Freiheit, Träume oder Ferne sind ihre Themen. Wenn alle 350 Exemplare verkauft sind, freuen sie sich. „Es ist jedes Mal ein wunderschönes, bezauberndes Gefühl“, sagen sie fast aus einem Mund.

Der Schirmherr Bundesratspräsident Stephan Weil hob hervor, dass alle Presserechte auch für Schülerzeitungen gelten und sie nicht zensiert werden dürfen, so lange sie nicht die Persönlichkeitsrechte verletzen. „Wenn die Schulleitung reinregiert, könnt Ihr Euch gerne auf mich berufen!“ Dafür gab es großen Applaus von den jungen Journalisten im ehrwürdigen Plenarsaal der Demokratie.

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