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Geschichte : OP schon bei den Römern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nur Kräuter und Gebete? Von wegen! Bereits vor 2000 Jahren hatten Mediziner viel mehr drauf

Haaaa-tschi! Schnell, ein Taschentuch, die Nase läuft. Wenn uns eine fiese Erkältung erwischt, gehen wir meist zum Arzt. Doch was haben die Menschen vor 2000 Jahren gemacht? Auch sie sind zum Arzt gegangen! In der Stadt Rom gab es zum Beispiel schon viele Mediziner. Rom war vor rund 2000 Jahren eine der wichtigsten und größten Städte. Von dort aus herrschte der römische Kaiser über ein gigantisches Reich. Heute ist Rom die Hauptstadt von Italien.

Heute muss man Abitur machen und an einer Universität studieren, um Arzt zu werden. Damals war das anders. Man ging bei einem anderen Arzt in die Lehre. Dieser brachte einem dann alles Wichtige bei. „So eine Ausbildung konnte einige Monate oder sogar einige Jahre dauern“, erklärt Fachmann Matthias Pausch.

Dabei gab es damals schon richtige Experten. Manche Ärzte waren zum Beispiel Fachleute für Augen-Krankheiten. Andere waren Chirurgen. Das bedeutet: Diese Mediziner operierten. Forscher haben mittlerweile Gräber von Ärzten entdeckt. Darin fanden sie auch Geräte, die man zum Operieren braucht. Zum Beispiel Skalpelle, Scheren oder Pinzetten. „Diese sehen im Prinzip genauso aus, wie die Geräte der heutigen Ärzte“, sagt Matthias Pausch. Obwohl die Ärzte den Menschen halfen, war ihr Beruf damals nicht besonders hoch angesehen. Sie wurden eher als Handwerker betrachtet. Und die galten bei vielen Leuten als nicht besonders fein.

Hintergrund

Besonderes Zeichen

Wer sich zu Karneval als Arzt verkleiden will, zieht vermutlich einen weißen Kittel an. Viele hängen sich auch ein Stethoskop um den Hals: ein Stethoskop. Damit können Ärzte den Herzschlag abhören. Bei dieser Verkleidung würde sicher jeder gleich erkennen: Aha, das soll ein Arzt sein! Bei den Römern hatten die Ärzte ein anderes Erkennungs-Zeichen. Und zwar Schröpf-Köpfe! Sie sind oft auf Grabsteinen der Ärzte abgebildet. Schröpf-Köpfe sehen aus wie kleine Glocken. Noch heute benutzen sie manche Leute, um Krankheiten zu behandeln. Die Gefäße werden zuerst erhitzt und dann auf die Haut gelegt. Dabei saugen sie sich an der Haut fest. Dadurch soll die Haut besser durchblutet werden.

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