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Bücher : Neu in einem fremden Land

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wie ist es für einen Menschen, wenn er aus seiner Heimat fliehen muss? In diesen Büchern erfährst du etwas darüber.

Zurzeit kommen viele Menschen nach Deutschland, um hier Schutz zu suchen. Darunter sind auch jede Menge Kinder. In der Heimat vieler Flüchtlinge herrscht Krieg. Deshalb brechen sie dort auf. Wie fühlen sich Menschen in einem neuen Land? Davon bekommst du einen Eindruck, wenn du diese Bücher liest:

Nicht ohne meine Kuh!

In „Nusret und die Kuh“ geht es um das Leben in einer neuen Heimat. In dem Buch gibt es ebenfalls viel zu gucken – aber auch zu lachen. Nusret wächst in einem Dorf bei seinen Großeltern auf. Sie haben viel Tiere. Seine Eltern leben in Deutschland. Sie möchten, dass ihr Sohn zu ihnen kommt und zur Schule geht. Doch das fällt Nusret anfangs schwer. Denn er liebt Omi, Opi, die ganzen Tiere – und er will wenigstens die Kuh mitnehmen. In der neuen Heimat lernt Nusret schreiben und kann seinen Großeltern bald Briefe schicken. Fröhliche Briefe, denn er hat schon Freunde gefunden…

Anja Tuckermann (Text)/ Mehrdad Zaeri & Uli Krappen (Illu.): Nusret und die Kuh, Tulipan Verlag, 2016, 52 Seiten, 18 Euro, ab 6 Jahren

Warum Wörter glücklich machen

Als Tsozo mit seinen Eltern in einem neuen, fremden Land ankommt, weint er erst einmal. Er will am liebsten gleich zurück nach Hause. Am schrecklichsten ist es mit der Sprache. Die anderen Kinder verstehen ihn nicht – und Tsozo versteht sie nicht. Eines Tages traut er sich, mit Anna, Mia und Noah Fußball zu spielen. Dabei lernt er sein erstes Wort: Tor. Weitere Wörter folgen. Das Buch „Tsozo und die fremden Wörter“ kann man als Zweitklässler schon selbst lesen. Man erkennt, dass Wörter froh machen – und sogar Leben retten können. Denn als Tsozo mit seinen Freunden einen Ausflug zu einer Burg macht, passiert etwas. Gut, dass er die neue Sprache schon etwas kennt.

Frank Kauffmann (Text)/ Beate Fahrnländer (Illu.): Tsozo und die fremden Wörter, Orell Füssli Verlag, 2015, 48 Seiten, 8,95 Euro, ab 6 Jahren

Wer sind eigentlich Schlepper?

Die bekannte Kinderbuch-Autorin Kirsten Boie ist in eine Unterkunft für Flüchtlinge gegangen. Sie hat sich von den beiden Kindern Rahaf und Hassan erzählen lassen, was sie alles erlebt haben. Die Geschichte ihrer Flucht aus Syrien kannst du in „Bestimmt wird alles gut“ nachlesen.

Das Mädchen Rahaf berichtet auch von Schleppern. Das sind Leute, die Flüchtlinge bei der Flucht unterstützen – aber dafür Geld wollen. In Deutschland hat Rahaf Glück gehabt, weil Emma ihre Freundin geworden ist. Jetzt hofft sie, dass ihr Vater bald arbeiten darf, weil er oft so traurig ist. Unter Heimweh leiden nämlich alle. Das Buch hat viele Bilder und ist auf Arabisch und Deutsch zu lesen. Am Ende gibt es sogar einen kleinen Sprachführer: Mit dem können deutsche Kinder Arabisch und arabische Kinder Deutsch lernen.

Kirsten Boie (Text)/ Jan Birck (Illu.): Bestimmt wird alles gut, Klett Kinderbuch, 2016, 48 Seiten, 9,95 Euro, ab 6 Jahren

Kleine Weltreise in Bildern

In „Willkommen in Deutschland“ stellen sich Kinder aus elf Ländern vor. Sie haben ihre Heimat verlassen und leben jetzt bei uns. Sie stammen zum Beispiel aus Albanien, Griechenland und China. Nun gehen sie in Willkommens-Klassen. Dort hat ihnen eine Künstlerin die Gelegenheit gegeben, sich in Bildern vorzustellen. Dabei fällt auf: Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt sind sich ganz schön ähnlich.

Patricia Thoma (Hrsg.): Willkommen in Deutschland. Kinder in Willkommensklassen, Jacoby & Stuart, 2016, 32 Seiten, 12,95 Euro, ab 6 Jahren

Autorin: Verena Hoenig

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